Ab dem 28. April weicht das Wasser den Bühnenbauern: Dann wird der Springbrunnen fürs Sommertheater auf dem Domplatz stillgelegt. Voraussichtlich ab 21. Juli läuft die Installation wieder.

Altstadt l Drei Wochen - und es hat sich ausgesprudelt. Erst am 8. April war der neu gestaltete Domplatz feierlich eingeweiht und die bereits im vergangenen Sommer genutzte Wasser-Licht-Installation wieder in Betrieb genommen worden. Am 28. April nun werden die Techniker des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg das Wasser und den Strom wieder abdrehen. Denn in diesen Tagen beginnt der Aufbau für die Bühne. Bis dahin haben die Besucher des Domplatzes täglich von 10 bis 22 Uhr die Gelegenheit, die Fontänen in Form der mittelalterlichen Gewölbe, die unter dem Pflaster gefunden worden waren, in Augenschein zu nehmen. Wer nach Anbruch der Dunkelheit auf dem Domplatz vorbeischaut, kann dabei auch das Farbspiel zwischen Weiß, Purpur und Violett genießen.

Spielort sorgt für Pluspunkt bei den Besuchern

In diesem Sinne verdrängt am 28. April eine Bühnenbaustelle die eine Attraktion, um Platz für die andere zu schaffen. Denn die Sommervorstellungen des Theaters Magdeburg haben inzwischen auf dem Platz zwischen dem gotischen Dom und dem farbenfrohen Hundertwasserhaus, zwischen barocker Häuserzeile und der modernen Nord-LB ihren angestammten Platz.

Durchaus gab es daran bereits Kritik: Warum muss der teuer sanierte Platz für eine Bühne über Wochen blockiert werden? Gebe es keinen anderen Platz? Die Befürworter des sommerlichen Theaterspektakels halten dagegen, dass sich die oft sogar ausverkauften Vorstellungen erst mit dieser Kulisse zu einem Kassenknüller entwickelt haben.

Angesichts des Drucks auf der Kultur, mit möglichst wenig Zuschüssen auszukommen und möglichst effektiv zu arbeiten, ist dieses Argument kaum von der Hand zu weisen. Andere Standorte mit Domblick jedenfalls sind in den Dimensionen der Theaterbühne kaum zu haben.

Nach Spielzeit und Abbau können die Wasserspiele voraussichtlich ab dem 21. Juli wieder in Betrieb gehen, war vom für die Magdeburger Brunnen zuständigen Eigenbetrieb zu erfahren. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich im Anschluss an das Sommertheater auch auf stadtpolitischer Ebene die Diskussion entsponnen, ob die Auf- und Abbauzeiten verkürzt werden könnten. Damals war aus der Verwaltung zu erfahren, dass dies angesichts damit einhergehender hoher Kosten nur in einem sehr beschränkten Umfang möglich sei.

Vorerst keine weiteren Anmeldungen bis August

Sofern nicht in der Zwischenzeit noch weitere Veranstaltungen angemeldet werden, sollte die Wasser-Licht-Skulptur im August uneingeschränkt laufen. Ob aufgrund der späten Dämmerung im Hochsommer die Sprudelzeiten noch verlängert werden, steht noch nicht fest. Während der Eröffnung des Domplatzes am 8. April jedenfalls war davon noch keine Rede.