Oschersleben (rw). Begrüßen und miteinander schwatzen waren eins, als sich gestern Mitglieder und Freunde der BRH-Gruppe Oschersleben zur Braunkohlwanderung trafen. Gemeinsam etwas unternehmen, die Leute hinter dem Ofen hervorlocken – das ist das Ziel, das mit den Angeboten der Gruppe verfolgt wird, freut sich Wander-Organisator Dieter Hauffe über den Zuspruch.

Die Gruppe vom Bund der Ruheständler, Rentner und Hinterbliebenen wandert seit einigen Jahren zur Braunkohlzeit durch Oschersleben. "Wir verbinden damit immer auch Beobachtungen, wie sich die Stadt verändert", erzählt Die-ter Hauffe. Gestern führte der Weg von der Friedrichstraße entlang der Wasserrenne – einige stellten gestern überrascht fest, dass dieser Bach ja die Wasserrenne ist – zum Blumenviertel und weiter zum Schermcker Winkel. Dort wartete Inge Hauffe mit einer Stärkung, ehe es weiter ging zum "Kantinchen" in der Anderslebener Straße, dem Braunkohl-Lokal der Gruppe.

Unterwegs freuten sich Ursula Wiensowsky und Annemarie Hoßbach über die altengerecht umgebauten Wohnungen, an denen sie beim Überqueren der Robert-Koch-Straße vorbei kamen. Besonders schön sei, dass die Volkssolidarität gleich nebenan ist, so dass die Bewohner Hilfe in der Nähe haben. Und Rosa Gniwotter, die alle Angebote nutzt, um unter Leute zu kommen, ärgerte sich über die radikal gestutzten Büsche – da kommt kein Vogel mehr, weiß sie, denn sie wohnt gleich um die Ecke.