Der Gemeinderat der Gemeinde Westheide hat auf seiner Februarsitzung den Haushalt für das Jahr 2011 beschlossen. Darin sind Baumaßnahmen in allen drei Ortsteilen vorge- sehen.

Westheide. Während der Verwaltungshaushalt mit rund 1,173 Millionen Euro in etwa den Vorjahreswert erreicht, muss der Vermögenshaushalt mit nur 384 500 Euro auskommen. Das sind 450 000 Euro weniger als ein Jahr zuvor. Deshalb muss die Gemeinde vor allem im investiven Bereich kleine Brötchen backen. Es werden zwar eine Vielzahl von Maßnahmen angegangen, aber der Gesamtumfang der Baumaßnahmen liegt bei bescheidenen 159 000 Euro.

Umlagen schlucken erhebliche Mittel

Erhebliche finanzielle Belastungen im Verwaltungshaushalt stellen die Positionen Kreisumlage und Umlage für die Verbandsgemeinde Elbe-Heide dar. So müssen zur Finanzierung der Kreisverwaltung 367 600 Euro aufgebracht werden, während die Ver- bandsumlage bei 281 900 Euro liegt.

An Einnahmen verzeichnet die Gemeinde bei Steuern insgesamt 564 000 Euro. Davon kommen 119 700 aus der Grundsteuer, 142 500 aus der Gewerbesteuer sowie 287 800 aus den Anteilen an der Einkommenssteuer. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer beträgt 14 700 Euro.

Die allgemeine Zuweisung vom Land wurde mit 437 000 Euro veranschlagt und liegt damit nur knapp unter dem Vorjahreswert.

Aus dem Verwaltungshaushalt können 105 400 Euro an den Vermögenshaushalt überwiesen werden. Doch damit sind vorrangig die Zahlungsverpflichtungen aus Tilgungsleistungen abzudecken. Die betragen im laufenden Jahr 122 900 Euro. Immerhin sitzt die Gemeinde Westheide auf einem Schuldenberg von 1,652 Millionen Euro.

Um dennoch investieren zu können, werden weitere Mittel aus der Rücklage entnommen. Der "Sparstrumpf der Gemeinde" wird am Ende dieses Haushaltsjahres voraussichtlich nur noch mit 97 400 Euro gefüllt sein.

Land kürzt auch die Investitionshilfe

Wenig gefreut hat sich die Kämmerei auch darüber, dass die Investitionshilfe des Landes für das Jahr 2011 nur noch 71 000 Euro beträgt und damit gegenüber dem Vorjahr um 16 000 Euro geringer ausfällt. Weitere Investitionszuschüsse kommen mit 22 700 Euro aus dem Konjunkturpaket II, mit 28 500 Euro aus Dorferneuerungsmitteln (Rest für Baumaßnahme Freiheit in Hillersleben) sowie für die Verbesserung der Breitbandversorgung mit 41 000 Euro.

Die größte Baumaßnahme im Haushalt 2011 ist der weitere Ausbau der Gartenstraße in Neuenhofe, der mit 72 000 Euro veranschlagt wird.

Größte Position beim geplanten Vermögenserwerb ist die Anschaffung von Gemeindetechnik. Dafür stehen 30 000 Euro im Haushalt.