Der Regionale Energieversorger E.ON Avacon mit Sitz in Helmstedt sieht sich in der Region Oschersleben als bedeutender Wirtschaftsfaktor. Wie Sprecherin Corinna Hinkel in Oschersleben sagte, finden laut einer Studie 67,4 Prozent der Ausgaben wieder Eingang in den regionalen Wirtschaftskreislauf.

Oschersleben. Im Auftrag des Helmstedter Energieversorgers, der weite Teile des Kreises mit Strom und Gas beliefert, hat das Pestel Institut Hannover 2009 eine Studie über die "Regionalen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der E.ON Avacon AG" erstellt. Danach finden 67,4 Prozent der Ausgaben der Aktiengesellschaft wieder Eingang in den regionalen Wirtschaftskreislauf. Von den 632 Millionen Euro an Aufträgen, die das Unternehmen vergab, bleiben nach den Worten der Studie 100,9 Millionen Euro im nördlichen Sachsen-Anhalt, wo auch die Strom- und Gaskunden der Helmstedter sitzen.

"Der direkte Geldfluss von E.ON Avacon Oschersleben summiert sich auf 23,3 Millionen Euro", sagte Corinna Hinkel. Dazu zählen Aufträge an regionale Firmen, Löhne, Gehälter, Steuern und Abgaben. Der Region würden dadurch 38,8 Millionen Euro zugute kommen. 19,7 Millionen Euro davon fielen auf die direkte Wertschöpfung wie Aufträge an heimische Firmen sowie Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter, die hier wohnen. 19,1 Millionen Euro würden zusätzlich als indirekte Wertschöpfung über Dienstleister, öffentliche Einrichtungen und Steuern entstehen. "Das Geld bleibt im Wirtschaftskreislauf vor Ort", verdeutlichte Avacon-Sprecherin Hinkel.

Das Unternehmen hat im nördlichen Sachsen-Anhalt vier Betriebsstandorte mit insgesamt 430 Beschäftigten, unter anderem in Oschersleben und die Ausbildungsstätte in Krottorf. "Mit einem Beschäftigungsfaktor von 4,1 sichern wir so in Sachsen-Anhalt 2200 Arbeitsplätze", rechnete Corinna Hinkel vor. Jeder der 186 Arbeitsplätze von E.ON Avacon Oschersleben führe zu mehr als zwei weiteren Jobs in der Region. Damit sichere das Unternehmen im Netzgebiet insgesamt 614 Arbeitsplätze.

Der Standort Oschersleben des Helmstedter Energieunternehmens versorgt 242 471 Einwohner in einer Fläche von 3046 Quadratmetern mit Strom und Gas. 2010 hat das Unternehmen in die Anlagen 4,1 Millionen Euro investiert, 2011 sollen es 7,2 Millionen Euro werden.