Freitag ab eins macht jeder seins? Nicht immer. Eltern, Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätte Spatzennest in Klötze trafen sich am späteren Freitagnachmittag zu einem Frühjahrsputz der Spielplätze und Außenbereiche der Einrichtung.

Klötze. "Was, wir sind schon fertig?", Caroline Winkler kann es kaum glauben. Gerade mal anderthalb Stunden, also eine Stunde weniger als gedacht, haben die Kita-Leiterin, ihre Kolleginnen und Kollegen und dann die vielen Eltern, dich sich für den Arbeitseinsatz angemeldet hatten, für den Frühjahrsputz gebraucht. Wirklich verwunderlich ist das nicht. "Insgesamt waren wir gut 70 Leute", gibt Winkler eine Schätzung ab.

Das Abholen ihrer Kinder gestalteten die Mütter und Väter diesmal so ganz anders als sonst. In Arbeits- oder Gartenbekleidung und ausgestattet mit Hacken, Harken, Besen, Schippen und Schubkarren kamen sie zu 15.30 Uhr zum Spatzennest. "Emsig wie die Ameisen", wie Winkler beschrieb, machten sie sich an die Arbeit. Fegen, Sandkästen und Beete von Unkräutern und Gräsern befreien, Sträucher und Bäume beschneiden und vieles mehr gab es zu erledigen – und das auf beiden Spielplätzen. "Das Tolle ist, dass alle die Arbeit gesehen haben und ruckzuck dabei waren", freut sich Winkler über das Engagement der Eltern.

Schon als sie den Elternvertretern in einer Versammlung den Vorschlag zum Frühjahrsputz unterbreitet hatte, sei das Echo sehr positiv gewesen.

"Es ist ja für die Kinder, wenn es ordentlich ist, spielt es sich doch viel besser. Und das Schöne ist, dass wir es gemeinsam machen", sagt beispielsweise Kristin Henneick, deren zweieinhalbjährige Tochter Luisa im Krippenbereich des Spatzennestes betreut wird. Klein Luisa ist beim Einsatz auch mit dabei. Sie rückt dem Sand mit einem Besen zuleibe.

Auch andere Kinder helfen tüchtig mit. Tammo und Josh zum Beispiel. Die f¸nfjährigen Zwillinge und einige ihrer Sandkasten-Freunde entfernen mit Eifer Grasbüschel aus dem Sand. Joane (5 Jahre) hat neben ihrer Mutti auch ihre großen Brüder Sam und Joe dabei, die ebenfalls tüchtig mit anfassen. Darüber hinaus sind nicht nur Eltern und Erzieher beim Wirbeln, sondern auch Erwachsene, die kein Kind in der Einrichtung haben, so wie Cathleen Schulz. Michaela Reichel, die Mutti der dreijährigen Lara, "ist meine Freundin und ich wollte ihr gerne helfen", sagt sie. Zum Dank für das enorme Engagement aller Helfer gab es nach dem Einsatz nicht nur herzliche Worte von Caroline Winkler, sondern auch etwas zur Stärkung. So hatten Kinder am Vormittag mit Erzieherinnen Waffelteig zubereitet. Am Nachmittag halfen sie dann die Waffeln zu backen. Darüber hinaus habe ein großer Getränkemarkt aus Klötze sämtliche Durst stillende Getränke zur Verfügung gestellt.

"Es hat einfach alles wie am Schn¸rchen geklappt", freute sich Kindertagesstättenleiterin Caroline Winkler. Sie hofft, dass mit dem Arbeitseinsatz eine neue Tradition geboren wurde. "Unser Ziel ist es, den Frühjahrsputz jetzt jedes Jahr durchzuführen."

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