Wanzleben (skr). Zu insgesamt 56 Einsätzen mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben im vergangenen Jahr ausrücken, heißt es in der aktuellen Bilanz des Jahres 2010. "Das sind drei Einsätze weniger als im Rekordjahr 2009, aber noch deutlich mehr als im langjährigen Mittel", sagte Feuerwehrsprecher Sven Nevermann. Derzeit zählt die Wehr 36 Kameraden davon 3 Frauen.

Bei neun Einsätzen handelte es sich um Brände. Das Gros der Alarmierungen, nämlich 34, drehte sich um das Einsatzstichwort "Technische Hilfeleistung". Weiterhin wurden durch die Kameraden fünf Brandsicherheitswachen geleistet. Acht Fehlalarmierungen vervollständigen die Statistik für das Jahr 2010. Die einsatzreichsten Monate waren der April, der Juli und der September. In diesen Monaten wurde die Wehr jeweils siebenmal alarmiert. Der November war dahingegen der ruhigste Monat mit nur zwei Alarmen.

Die sieben Fahrzeuge der Wehr verließen in 109 Fällen die Feuerwache mit Blaulicht und Martinshorn. Das am häufigsten eingesetzte Fahrzeug war das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25. Es war bei 33 Einsätzen gefordert. Bei 23 Alarmen rückte der Rüstwagen aus und die Drehleiter verließ bei neun Einsätzen die Feuerwache in der Lindenpromenade.

Einige Einsätze leistete die Wehr auch außerhalb des Stadtgebietes. Unter anderem waren Kameraden mit dem Einsatzleitwagen in Oschersleben im Einsatz um dort mit dem Mehrgasmessgerät zu unterstützen. Die Wärmebildkamera wurde bei einem Einsatz in Langenweddingen benötigt. Und das LF 16 der Wehr wurde im Rahmen eines Einsatzes des 7. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Juli in Klein Oschersleben beim Strohdiemenbrand eingesetzt. Dies war mit über neun Stunden auch der längste Einsatz der Wehr im vergangenen Jahr.

Unvergessen bleibt sicher auch der erste Einsatz des Jahres. Es brannte ein Triebwagen im Bahnhof Blumenberg. Insgesamt 32 Einsatzkräfte (davon 22 aus Wanzleben) aus 3 Wehren mit 8 Fahrzeugen waren an diesem aufwändigen Einsatz beteiligt. In weniger guter Erinnerung bleiben zwei Einsätze im September und Dezember. Hier fanden die Kameraden ein Einsatzszenario bei einem Verkehrsunfall und Suizid mit tödlich Verletzten vor.

"Alles in allem ein durchwachsenes Jahr mit vielen Herausforderungen für die Kameradinnen und Kameraden der Ortswehr Wanzleben."