Gröningen. Einstimmig votierte der Gröninger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung dafür, das Sanierungsgebiet nach Süden zu verlagern. Mit diesem Beschluss und der ebenfalls einstimmig angenommenen Objektliste für das Programm "Förderung von kleineren Städten und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" stellte der Stadtrat die Weichen für die Schulhofsanierung im Jahr 2012 und für die Entwicklung des "Edelhofes", so Bürgermeisterin Renate Hillebrand auf Volksstimme-Nachfrage.

Der nördliche Teil des Sanierungsgebietes ist hergerichtet. Seit 1995 sind innerhalb des Programms "Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen im ländlichen Bereich" Eigen- und Fördermittel in Höhe von rund 2,38 Millionen Euro bewilligt worden. Hinzu kamen 680 000 Euro aus EU-Töpfen sowie Straßenausbaubeiträge, Bewirtschaftungsüberschüsse und weitere Gelder, so dass in 14 Jahren mehr als drei Millionen Euro in 143 Einzelmaßnahmen investiert wurden, heißt es in der Begründung zum Beschluss, das Sanierungsgebiet zu verlagern. Schwerpunkt waren die Erneuerung der Straßen und die Instandsetzung der kommunalen Gebäude sowie die Förderung privater Bauherren, die ihre Häuser in Ordnung bringen wollten.

Der Wechsel in das Programm "Förderung von kleineren Städten und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke", der Ende vorigen Jahres in Zusammenarbeit mit dem Landesverwaltungsamt erfolgte, will Gröningen die Städtebaufördermittel künftig überwiegend zielgerichtet für die Sicherung des Schulstandortes und den "Edelhof" einsetzen, die weiter südlich liegen.

Die Sekundarschule wird ab dem Sommer von einem privaten Träger betrieben. Um ihm bessere Bedingungen zu bieten, will Gröningen im nächsten Jahr zunächst den Schulhof sanieren, kündigt Renate Hille–brand an.

Der die Stadtmitte prägende "Edelhof" ist als zweites großes Projekt geplant. Das ist ein etwa zwei Hektar großes Areal, zum Teil ungenutzt und verfallend. "Wir wollen unsere Stadtmitte aufwerten und deshalb in den Bereich investieren, auch wenn er nicht im kommunalen Eigentum ist", so Renate Hillebrand. Vielleicht ermutige die Stadt damit den Investor, selbst mehr zu tun.