Kaum war der lange Winter vorbei, der Schnee geschmolzen, waren die ersten Müll-Touristen auf Achse, um ihren Unrat überall in der Landschaft zu verteilen. Auch Ampfurths Ortsbürgermeister Achim Röttger musste feststellen, dass in "seiner" Gemarkung etliches gelandet war, was dort nicht hingehörte.

Ampfurth. Vor einigen Wochen hatte Achim Röttger seinem Ärger Luft gemacht und die Volksstimme über zugemüllte Wegränder vor allen an Feldwegen informiert. Sagenhaft, was dort alles abgekippt worden war.

Schon vor einigen Wochen hatte Ampfurths Ortsbürgermeister angekündigt, man wolle gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft die Feldflur entrümpeln. Bei leeren Versprechungen blieb es nicht. Die Jagdgenossenschaft ließ sich, im wahrsten Sinne des Wortes, vor den Karren spannen. Mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr um Ortswehrleiter Detlef Heine waren weitere Verbündete für die Müll-Sammelaktion in der Gemarkung Ampfurth gefunden. "Ohne Diskussion haben die Kameraden der Feuerwehr sofort zugesagt", berichten Ortsbürgermeister Achim Röttger und der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Hans-Karl Deicke. Vor allem die Jugendwehr war eifrig bei der Sache.

In zwei Gruppen wurde die Gemarkung vor allem entlang der Feldwege von Müll und Unrat befreit.

Leider ist es so, dass die Müll-Sammler gar nicht lange suchen mussten, um viele alte Reifen, Flaschen und reichlich Wellasbestplatten aufzuspüren. Die Wellasbestplatten entsorgt übrigens das Umweltamt. Aller anderer Müll kam in einen Container und der füllte sich fast komplett. Und nicht nur Achim Röttger fragt sich an dieser Stelle, wieso jemand Flaschen in Säcke verpackt, sie in die Natur karrt, wo es doch in jedem Dorf Glascontainer gibt.

Die Müll-Sammelaktion kann in jedem Fall als Erfolg gewertet werden. Achim Röttger wie auch Hans-Karl Deicke bedanken sich an dieser Stelle bei allen fleißigen Helfern. Im Anschluss an die Aktion ließ man sich im Stierstall Würstchen schmecken.

Stellvertretend für alle seien hier nur zwei fleißige Müll-sammler genannt: Da ist Walter Pilz zu nennen, der schon fast 76 Jahre alt ist und trotzdem mit von der Partie war. Oder Canny Bartels, der alle 14 Tage aus Bad Harzburg nach Ampfurth kommt und auch Mitglied der Jugendwehr ist. Für ihn war es ebenso keine Frage, seinen Kameraden zu helfen.

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