In regelmäßigen Abständen zieht es in Seehausen Jäger und Jagdgenossen in die Natur. Aber nicht, um sich um das Wild zu kümmern, sondern eher, um Unrat zu beseitigen, der dort nicht hingehört. So bargen 24 fleißige Hände auch am Sonnabend wieder Unmengen an Müll, den andere an den Feldwegen entsorgt hatten.

Seehausen. Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft und die Jäger aus Seehausen haben sich am Sonnabend wieder von der Sammelwut packen lassen. Der Arbeitseinsatz im Frühjahr hat schon seit längerem Tradition, da sie bei ihren " Streifzügen " durch die Natur leider auch immer wieder eine Menge Unrat entdecken, die manche Zeitgenossen einfach an den Ackerrändern abladen. Wieder einmal motivieren lassen hatte sich auch Pfarrer Thomas Seiler. " Ich finde die Aktion der Jagdgenossen und der Jäger so toll ", erklärte er seine Intention, auch mitanzupacken.

Und so hatten die zwölf fleißigen Sammler auch am Sonnabendvormittag innerhalb von zwei Stunden in der Gemarkung Seehausen, die gleichzeitig dem etwa 1500 Hektar großen Jagdgebiet entspricht, eine ganze Menge zusammengesammelt. Von Farbeimern über Batterien, Reifen bis hin zu einer Sitzecke war alles dabei. Die Landwirte unterstützten die Aktion und fuhren die Fracht zum Recyclinghof, wo alles in einen Container, den die Einheitsgemeinde zur Verfügung gestellt hatte, umgeladen werden musste. Insgesamt waren vier Traktor-Anhänger voll beladen.

" Wir haben uns nur in Gruppen entlang der Feldwege bewegt ", erklärte Rüdiger Duhme, der die Gruppen eingeteilt hatte, die Vorgehensweise. Den Sammlern stand doch beim Betrachten der " Beute " auch ein bisschen das Unverständnis ins Gesicht geschrieben. Es sei doch so einfach, seinen Müll abholen zu lassen, da bräuchte man diesen doch nicht in die Natur zu bringen. Und manch einer der fleißigen Helfer wollte noch einen Schritt weitergehen und drohte an, Anzeige zu erstatten, falls jemand bei der Müllentsorgung in der Natur erwischt werden würde.