Seehausen. Hunderte toter Fische mussten seit Sonntag von den Anglern aus dem Seehäuser See geborgen werden. Eine Fuhre ist bereits entsorgt worden. Zwei größere Berge liegen am Ufer zum Abtransport bereit. Den Anglern blutete beim Anblick der toten Fische das Herz. Große Hechte, Karpfen, Zander und Aale waren vom Fischsterben ebenso betroffen, wie große Mengen Weißfisch.

Welchen Schaden der große Fischbestand des Sees genommen hat, ist noch unklar. Fest steht, dass der See seit Mitte der 70 er Jahre einen ständig wachsenden Fischbestand hat. " Die Angler haben sich hier immer sehr gut um einen guten Fischbestand gekümmert ", bescheinigte gestern Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch der Volksstimme. Er stellte klar : " Der See ist nicht umgekippt. " Das Fischsterben hänge mit dem langen Frost und der damit verbundenen Sauerstoffnot in dem sehr flachen Gewässer zusammen. Ein solches Fischsterben wegen der geschlossenen Eisdecke gab es vor einigen Jahren schon einmal und ist für solche flachen Seen nichts ungewöhnliches, erklärte Jockisch.

So haben sich in den vergangenen Wochen die Meldungen über Fischsterben wegen einer geschlossenen Eisdecke gehäuft. Vermutlich sind die toten Fische in den vergangenen Tagen erst nach dem Abtauen der Eisdecke auf der Wasseroberfläche aufgetaucht und deshalb in Massen aufgetreten. Der Anglerverein kümmert sich nun um die Entsorgung der Fischkadaver.