Halberstadt. 55 Synodale und deren Vertreter hatte Präses Hans Jörg Bauer zur Frühjahrstagung der Kreissynode Halberstadt, zu der auch Gemeinden des Landkreises Börde gehören, in das evangelische Zentrum Kloster Drübeck geladen. Zunächst wurden Beschlüsse gefasst, sowie die Jahresrechnung 2009 entgegengenommen, die von der Leiterin des Kreiskirchenamtes,

Erika von Knorre, vorgestellt wurde. So standen den Einnahmen

von knapp 7, 8 Millionen Euro Ausgaben von 6, 86 Millionen Euro gegen-über. Dieser Bestand wird den Rücklagen zugeführt. Der Umbau des Gebäudes Domplatz 50 in Halberstadt zum Verwaltungssitz des Kirchenkreises und die Neugliederung der Nordregion waren weitere Punkte, mit denen sich die Synodalen auseinanderzusetzen hatten.

Wie kamen Ost und West, wie kamen die Kirchen in der DDR und die in der Bundesrepublik zusammen ? Um diese Frage sollte es dann gehen. In persönlichen " Blitzlichtern " wurde von den Veränderungen unter anderem aus den Bereichen Diakonie, Religionsunterricht, Gemeindearbeit, Sonderseelsorge, Gemeindekirchenrat, Kirchenkreisleitung und vom Berufsalltag der Pfarrer berichtet.

Bei der Frage, welche Herausforderungen in den nächsten zehn Jahren auf die evangelische Kirche im Kirchenkreis Halberstadt besonders zukommen, kamen die Synodalen zu folgendem Ergebnis : Die Herausforderungen werden in den Arbeitsfeldern Diakonie, Senioren- sowie Kinder- und Jugendarbeit gesehen. Darüber hinaus wurde die Förderung von Projekten in den Regionen und dem Kirchenkreis befürwortet. Dies nahm Angelika Zädow, die als neue Superintendentin des Kirchenkreises erstmals an einer Sitzung der Kreissynode teilnahm, mit besonderem Interesse zur Kenntnis.

Während der Andacht wurde Andreas Plagge in sein Amt als kaufmännischer Vorstand der gemeinsamen Domschatzverwaltung Quedlinburg und Halberstadt eingeführt. Verabschiedet wurde der erste stellvertretende Superintendent, Pfarrer Hans Jürgen Kant aus Wernigerode. Nach seiner Wahl zum Superintendenten des Kirchenkreises Halle wird er dort seinen Dienst antreten. Präses Bauer dankte ihm für die geleistete Arbeit und hob hervor, dass Hans Jürgen Kant durch seine freundliche Persönlichkeit stets Sicherheit und Vertrauen ausstrahlte. Der Feststellung – die Hallenser hätten eine gute Wahl getroffen – stimmten die Synodalen, bei allem Bedauern über den Wechsel, lebhaft zu.