Seehausen. Als Dackel Max am Mittwoch der vergangenen Woche aus der Volksstimme guckte, in der Hoffnung eine liebe Familie zu fi nden, war Familie Gödecke in Seehausen sofort begeistert. Alle Familienmitglieder dachten unabhängig voneinander das Gleiche : " Das wäre ein schöner Hund für uns. "

Max erinnerte sehr stark an Dackel Schorschi, der über 15 Jahre bei Gödeckes gelebt hatte und sechs Tage zuvor gestorben war. In ihrer Trauer hatten Gödeckes den Entschluss gefasst, keinen neuen Hund haben zu wollen. Das änderte sich aber schlagartig, als sie den Artikel über den siebenjährigen Max lasen.

Nachdem sie versucht hatten, telefonisch jemanden im Halberstädter Tierheim zu erreichen, machten sich Vater Klaus und Sohn Andreas mit dem Auto auf den Weg. Dackel Max, dessen Frauchen kurz zuvor verstorben war, war zu der Zeit in einer Pfl egefamilie, also nicht zu begutachten. " Aber wir sind mit Hoffnung wieder nach Hause gefahren ", sagt Klaus Gödecke. Schon kurz, nachdem Gödeckes wieder in Seehausen angekommen waren, bekamen sie den Anruf, dass sie Max am Nachmittag holen könnten.

Gesagt, getan. Am Nachmittag ging es wieder nach Halberstadt. Auf dem Nachhauseweg waren neben Max auch noch zwei Tierheimmitarbeiterinnen dabei, die sich des Dackels potenzielles Zuhause einmal anschauen wollten. Sie waren zufrieden und so blieb Max. Innerhalb der ersten Woche hat sich der kleine Dackel gut eingelebt und ist bereits zum Liebling der ganzen Familie geworden. " Er hat auch das Körbchen von Schorschi angenommen ", freut sich Helma Gödecke. Und Sohn Andreas sagt : " Er ist Schorschi sehr ähnlich. " So liebt er beispielsweise auch die Spaziergänge mit Herrchen durch Seehausen.

" Glücklicher hätte es für uns nicht laufen können, wenn der Artikel nicht in der Zeitung gestanden hätte, hätten wir heute keinen Hund ", sind sich Gödeckes einig, während Max sich wieder einmal ein Portion Streicheleinheiten abholt.