Nach einem kurzen Zeitverzug an der Steinmauer zum Rondell des neuen Kreisverkehrs in Wanzleben soll die historisch nachempfundene Mauer am Freitag fertiggestellt werden. An den Punkten in Höhe der vier Zufahrten sollen jeweils Gussplatten mit den Stadtwappen aus verschiedenen Epochen angebracht werden. In der Mitte soll später ein Pflug als Krönung des Bauwerks die Gäste der Stadt begrüßen. " Da suchen wir aber noch nach einem Spender ", erklärte gestern Erika Uebel, zuständig im Bauamt für Stadt- und Dorferneuerung.

Wanzleben. Exakt mit Wasserwaage und vorgegebenem Muster begannen die Maurer Frank Krakow und Reinhard Borowsky am vergangenen Dienstag, eine historisch nachempfundene Mauer am Kreisel in Wanzleben zu errichten. Kurz darauf folgte der Stopp der Bauarbeiten.

" Wir hatten unterschiedliche Auffassungen, was die Gestaltung der Mauer betrifft, über die wir uns klar werden mussten. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das Endergebnis aussehen soll ", erklärte gestern Bauamtsleiter Olaf Küpper. Also reiste die " Bau-Delegation " auf Empfehlung der Maurer erst einmal nach Magdeburg und sah sich dort eine gleichwertig errichtete Mauer mit Grauwacke an der Bastion " Cleve " an. " Das Endprodukt gefiel uns, und so konnten wir wieder grünes Licht für die Arbeiten am Kreisel geben ", erklärt der Bauamtsleiter. Den Zeitverzug von zwei Tagen können die Arbeiter aber wohl wieder aufholen. Die Mauer soll nämlich bereits am Freitag fertig sein. Sie ist 80 Zentimeter hoch und besteht aus Grauwacke. Rund 19 Tonnen Steine werden in diesem Bauwerk verarbeitet. Nur an den Stellen, an denen die Gussplatten mit den Wappen eingesetzt werden sollen, wird die Mauer einen Meter hoch sein. Die Gussplatten selbst sind 60 mal 40 Zentimeter groß und sollen Wappen aus vier verschiedenen Epochen der Stadt Wanzleben darstellen. Erika Uebel, zuständig im Bauamt für Stadt- und Dorfentwicklung : " Wir sind damit mehreren Vorschlägen unserer Bürger gefolgt und habe sie alle in die Planung für das neue Rondell einfließen lassen. So war ein Vorschlag beispielsweise, das Rondell selbst als Stadtmauer zu gestalten. Andere Bürger schlugen das Anbringen der Wappen und die Errichtung eines Pflugs als Krönung des neuen Kreisverkehrs vor. " Allerdings gebe es dazu noch keine weiteren Pläne zur Umsetzung. Schließlich könne der Pflug auch noch nach der Inbetriebnahme des Kreisverkehrs aufgestellt werden. Allerdings sucht die Stadt Wanzleben noch einen Spender, der einen solchen Pflug zur Verfügung stellen könnte.

Zur Zeit werden auf der Großbaustelle übrigens der Abschnitt der L 50 ausgekoffert, Schutzrohre für die Beleuchtung verlegt und Borde gesetzt. Mitte Juli soll bereits die Asphaltdecke folgen. Auch die Baumaßnahme auf der Bahnhofstraße zwischen Kreisverkehr und Geschwister-Scholl-Platz laufen auf Hochtouren.