Klein Wanzleben. Seitdem der Klein Wanzleber Künstler Dieter Lahme 1980 das Lebenskreuz entwickelte, hat es schon viele beeindruckt. Inzwischen gibt es die Kreuze auch kleinformatig, so dass sie jeder nach seinen Wünschen gestalten kann. Das hat auch den Haldensleber Pfarrer Donald Hilbert begeistert. Am vergangenen Wochenende kam er zum dritten Mal zu einem Lebenskreuze-Workshop in das Atelier von Dieter Lahme. Diesmal begleiteten ihn Mitglieder des Kreises junger Erwachsener und des Bibelkreises. " Die meisten wussten noch nicht, was auf sie zukommt, sie waren aber gespannt und wollten sich auf etwas Neues einlassen ", sagte Donald Hilbert.

Nach kurzer Zeit schon, waren alle Feuer und Flamme und man hörte nicht nur einmal Sätze wie " Bitte nicht berühren !" oder " Ich gebe Ihnen mal nur den kleinen Finger, ich bin voller Leim ". Bei dem Sammelsurium an Materialien, die Dieter Lahme zum Gestalten der Kreuze zusammengetragen hatte – von Naturmaterialien, über Spielzeug bis hin zu Dekofiguren – kannte die Fantasie keine Grenzen. " Die Materialien sind unheimlich anregend, da wird jeder wieder zum Kind ", erklärt Künstler Dieter Lahme, der sich freut, dass in den Kästen, in denen er die Materialien sammelt, immer wieder etwas hinzukommt, weil er kleine Päckchen erhält. Diese kommen von Leuten, die von seiner Idee begeistert sind und die kleinen Teile wie Muscheln oder ähnliches nicht wegwerfen möchten.

" Die Grundform des Kreuzes ist abgerundet, so als ob man ein Kind auf dem Arm hält und wenn man zwei Kreuze zusammenlegt, ist es, als ob sich zwei begegnen ", stellte Pfarrer Hilbert fest. Die glatte Seite aber ließ Spielraum zum Gestalten.

Das freute auch Nicole Wünsch. Sie durfte gemeinsam mit ihren Kindern Caprice ( 5 ) und Cayden ( 1, 5 ) gerade erst eine Woche zuvor die Taufe erlebt und stellte sie nun künstlerisch dar. Der 13-jährige Mario Baltinger erlebte bereits seinen zweiten Lebenskreuze-Workshop und wählte diesmal den Jahreslauf als Motiv. " Schon beim vergangenen Mal hat es mir gut gefallen, hier kann man seinen Ideenreichtum ausleben ", erklärte der Schüler, der gern auch noch an einem dritten Workshop teilnehmen würde. Und er kann Hoffnungen schöpfen, denn Donald Hilbert sagte : " Es ist schon sicher, dass ich nochmal nach Klein Wanzleben komme, aber wann und mit wem noch nicht. "

Bis dahin aber erinnern auf jeden Fall die fantasievoll gestalteten Kreuze die Teilnehmer an die lockere Atmosphäre und die schönen Stunden beim vergangenen Workshop.