Für Schlittenhunde gibt es keine Neujahrsruhe, aber eine Wärmegrenze. Etwa 500 Vierbeiner werden am Wochenende in der Westernstadt bei Hasselfelde zum ersten Rennen im Harz erwartet.

Hasselfelde l "Der Harz ruft", hat Wolf-Dieter Polz gleich zu Neujahr am Telefon in Berlin der Volksstimme signalisiert.

Der Präsident des Sportvereins für reinrassige Schlittenhunde in Deutschland (SRSD) informierte mitten aus seinen Vorbereitungen auf das dritte Wertungsrennen der Norddeutschen Meisterschaft über den Auftakt jetzt am Wochenende im Harz.

Rund 500 Schlittenhunde werden dazu samt ihren Haltern und deren Familien am Sonnabend und Sonntag, 4./5. Januar, in der Westernstadt bei Hasselfelde erwartet. Etwa von 10 bis 15 Uhr sind an beiden Tagen 75 Starter in elf Klassen auf dem Rundkurs um die Vergnügungsstadt zu erleben.

Dabei werden die Wagen von einem oder mehr und bis zu 12 Hunden gezogen. Starter gehen zu Fuß, mit Fahrrad oder zumeist mit Wagen auf die Strecke - hier Trail genannt.

"Eine Besonderheit gibt es in der Westernstadt neben der zum Schlittenhundesport so gut passenden Atmosphäre", kündigt Rennleiter Polz an: Ein Rennen mit den Kindern der Rennteilnehmer am Sonnabend ab etwa 15 Uhr. "Wir haben nirgends eine so gute Beteiligung in der Kinderklasse wie hier, das ist sehenswert", so Polz.

Die erwachsenen Sportler, Musher genannt, kommen aus Deutschland, der Schweiz, Holland und Ungarn nach Hasselfelde. Es ist das dritte Rennen in der Norddeutschen Meisterschaft des SRSD. Dieser Ausscheid hat bereits mit Rennen in Großbeeren bei Berlin und in Spremberg in der Lausitz begonnen. Das Rennen im Harz werde nun mit Spannung erwartet, so Polz. Es folgen Läufe im Februar in Clausthal Zellerfeld/Niedersachen (siehe Kasten) und dann zum Ende dieser Meisterschaft Ende Februar in Seiffen/Erzgebirge.

Was das Wetter betrifft, so hofft Polz irgendwie doch noch auf Schnee, wie er sagte: "Aber wir sind ja schon froh, wenn es nicht wieder eine Schlammschlacht wie in den letzten Jahren wird", so der Rennleiter. Und wenn es auf einmal zu stark schneie, wie es schon vorkam, sei das auch nicht gut, obwohl die Schlittenhunde Schnee und Kälte mögen. Deshalb gebe es sogar eine Art Wärmegrenze, so Polz. Ab 15 Grad Celsius Plus sei kein Start mehr möglich, werde es für die Schlittenhunde zu warm.

Bilder