Der Oberharzort Elend und die Region haben ein aktives Team mehr: 47 Frauen und Männer gründeten einen Waldbadverein. Er soll das Badeangebot ab diesem Jahr im Freibad sichern.

Elend (lme/bfa) l Eine Weile hat es gedauert, bis die Vorbereitungen zur Gründung eines Fördervereins in den sprichwörtlichen Sack und Tüten waren. Jochen Witzel, Peter Hunger und Freunde wollten erst einmal arbeiten und dann etwas vorweisen, wenn sie an die Öffentlichkeit treten. Ihr Einsatz habe sich gelohnt, wie zur Gründungsversammlung am Donnerstag im Hotel Waldmühle mehrfach betont wurde.

Rund 70 Bürger aus Elend und auch einige Gäste aus Schierke und Berlin versammelten sich im Saal des Hauses, um den Verein zu gründen. Mit so vielen habe er nicht gerechnet, gehofft habe er es schon, so Witzel zur Volksstimme.

Der Grund für die ganze Aktion war schnell erläutert: Die Stadt Oberharz kann sich das traditionsreiche Freibad Elend nicht mehr leisten. Die Kosten dafür gelten als freiwillige Ausgaben, die eine Kommune bei klammen Kassen nicht mehr tätigen darf. Damit wäre das 81 Jahre alte Waldbad für die nächste Badesaison gestorben. Sehr zum Leidwesen vieler Badefreunde in Elend, aber auch im nahen Schierke, in Wernigerode oder eben in Berlin.

Die engagierten Bürger um Witzel und Hunger wollten das jedoch nicht so hinnehmen. Sie holten sich Rat beim Förderverein für das Freibad Rübeland und planten die Gründung eines eigenen Vereins minutiös vor, sogar mit einem Logo.

47 Frauen und Männer erklärten sich zur Mitarbeit bereit und machen den neuen Verein zu einem der stärksten im Ort. Die Mitglieder wählten sogleich einen 14 Bürger starken Vorstand (siehe Bild oben). Dieser kürte zum 1. Vorsitzenden Jochen Witzel.

Der 63-jährige Diplomingenieur für Brandschutz ist gebürtiger Elbingeröder, selbst Waldbadfreund und freute sich über die so gut geglückte Gründung. "Feine Sache", sagte Witzel und will nun gemeinsam mit seinen Mitstreitern den dauerhaften Badebetrieb in Elend sichern.

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