Wernigerode l Die Generationenkonzerte gehören zu den zahlreichen Veranstaltungsprojekten, die die Wernigeröder Seniorenvertretung das Jahr über organisiert. Am Donnerstag war eines dieser Konzerte in der Aula des Stadtfeld-Gymnasiums der Rahmen für die feierliche Auszeichnung der Seniorenvertretung mit dem Bürgerpreis der Hospitälerstiftung. Stellvertretend nahm die langjährige Vorsitzende der Vertretung, Renate Schulze, den Preis entgegen.

Wernigerodes früherer Bürgermeister Ludwig Hoffmann hielt die Laudatio. "Manchmal hat die Seniorenvertretung auch genervt", sagte der SPD-Politiker vor den über 100 Gästen, die sich in der Schule versammelt hatten. Die Seniorenvertretung habe jedoch viele sinnvolle Vorschläge eingebracht, unter anderem das Citybus-System mitgestaltet, das Thema Wohnen im Alter auf die Tagesordnung gesetzt oder Barrierefreiheit in der Stadt eingefordert. "Man hat nicht nur den Finger gehoben, sondern sich konstruktiv eingebracht", sagte Hoffmann.

Die von einigen Operationen noch nicht ganz genesene Renate Schulze bedankte sich in einer kurzen Rede. "Bitte entschuldigen Sie meine Wackeligkeit, aber Alter macht sich bemerkbar", so die 76-Jährige.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Philharmonische Kammerorchester. Populäre Werke von Händel, Vivaldi, Mozart, Dvorak und Johann Strauß umrahmten einen Satz aus einem Violinkonzert des Komponisten Christoph Reuter - eine Uraufführung. Das gesamte Werk ist am Sonntagabend im Kloster Drübeck zu hören.