Elbingerode (bfa) l Der Transformatorenbauer Riedel muss in Elbingerode einen Großteil seiner Arbeitsplätze abbauen.

Von derzeit 31 Beschäftigten in der mittelständischen Firma sollen bis Anfang 2015 nur noch fünf bleiben. Aus dem Werk II im Elbingeröder Gewerbegebiet wird eine Service- und Vertriebsniederlassung. Die Produktion konzentriert sich auf das Stammwerk in Ilshofen in Baden-Württemberg.

Grund für den Abbau von Produktionskapazität sind Einbrüche in der Auftragslage in Höhe von 30 bis 50 Prozent, wie Geschäftsführer Jürgen Droste der Volksstimme sagte. Trafos seien nicht mehr so gefragt, eher moderne Netzteile.

Um sich dem schrumpfenden Markt anzupassen und so die Firma als Ganzes und auch den verkleinerten Standort Elbingerode zu erhalten, sei ein Schnitt nötig, so Droste.

Im Frühjahr gab es bereits Kurzarbeit im Stammhaus, dann stellten die Gesellschafter der GmbH per Beschluss die Weichen für den Abbau der Kapazitäten in der Harzer Niederlassung, wie Elbingerodes Werkleiter Dieter Fehsecke mit Bedauern informierte.

Die Produktionsstätte hat in Elbingerode eine bis 1878 zurückreichende Tradition. Damals gründete Heinrich Matthies in einer alten Mühle im Mühlental die Produktion von Harzer Leuchten. Später wurde daraus der Volkseigene Betrieb (VEB) Elektroinstallation, mit Standort auf der Fläche, auf der gerade der neue Verkehrskreisel für die Bundesstraßen entstanden ist.

1992 übernahm die Riedel GmbH aus Ilshofen das Elbingeröder Werk, wurde ein neues Gebäude im Gewerbegebiet gebaut. Nun ist ersten Beschäftigten bereits für Ende Juli gekündigt worden. Altersteilzeit komme nur in wenigen Fällen in Betracht, hieß es, so dass über 20 Leute ihren Job verlieren.

Mit dem Arbeitsamt Halberstadt bemüht sich das Firmenteam derzeit um Weitervermittlungen und darum, dass der Lehrling seine Ausbildung möglichst nahtlos anderswo fortsetzen kann.