Wernigerode l Die 5400 Straßenlaternen in Wernigerode und den Ortsteilen werden ab sofort mit Ökostrom versorgt. Und nicht nur das - darüber hinaus erhalten alle städtischen Gebäude, darunter Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäude, Naturstrom.

Insgesamt seien das rund drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr, informiert Steffen Meinecke, Chef der Stadtwerke Wernigerode, bei der Vertragsunterzeichnung mit Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos). "Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zur umweltfreundlichen Stadt", so Meinecke. "Klick Natur" heißt das Ökostrom-Angebot der Stadtwerke, das derzeit etwa 250 Kunden nutzen. Ein Großteil dieses "grünen Stromes" werde durch die Wasserkraft der Steinernen Renne erzeugt, so der Stadtwerkechef. "Für die Versorgung der städtischen Liegenschaften reichen die Kapazitäten unseres Wasserkraftwerkes selbstverständlich nicht aus." Sind die eine Million Kilowattstunden ausgereizt, werde Strom aus erneuerbaren Energien zugekauft.

Der Ökostrom sei geringfügig teurer als der klassische Strommix aus Kernkraft, fossilen Energieträgern und erneuerbarer Energie. "Diese Mehrkosten teilen wir uns mit der Stadt."

Es sei ein gutes Signal für die Wernigeröder, sagte Stadtchef Peter Gaffert. "Wir beschäftigen uns innerhalb der Verwaltung seit Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die Stromversorgung ist da eine wichtige Frage." Die Vereinbarung mit den Stadtwerken bezeichnete Gaffert als "wichtigen Schritt für die Zukunft". Die Stadtverwaltung erarbeite momentan mit dem Energieversorger und einigen anderen Partnern ein Klimaschutzkonzept. Weitere Projekte sollen folgen.

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