Für sechs Millionen Euro wird im Regensteingebiet eine Grundschule errichtet. Sie ist der Ersatz für einen veralteten, zu groß gewordenen Bau. Bereits im März beziehen 200 Mädchen und Jungen ihr neues, energiesparendes Domizil.

Blankenburg l Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres gibt es in der Blankenburger Regensteinsschule einen Anlass zum Feiern: Am Dienstag, 9. September, ist Richtfest. Bis die rund 200 Mädchen und Jungen Unterricht in den neuen Räumen haben, müssen sie sich jedoch noch ein wenig gedulden. Im März 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

"Momentan verläuft alles nach Zeitplan", berichtet Bauamtschef Joachim Eggert. "Die Firmen arbeiten zügig und die Zusammenarbeit mit den Planern funktioniert reibungslos." Nicht nur Vertreter der Stadt haben an den Plänen des Schulgebäudes mitgearbeitet. "Die Schulleitung und das Kollegium wurden nach ihren Wünschen gefragt", sagt Eggert. Es werde versucht, ihre Vorstellung umzusetzen - "sofern es die Förderbedingungen hergeben".

Schritt für Schritt werden die Baupläne derzeit in die Realität umgesetzt. Die Rohbauarbeiten wurden bereits beendet, die Fenster sind eingesetzt. Nun findet der Innenausbau statt. Die letzten Schritte sind die Fassadengestaltung und die der Außenanlage.

Mit seinem 1979 erbauten Vorgänger - damals noch Grund- und Sekundarschule - hat das neue Schulgebäude nicht mehr viel zu tun. Es wird ein dreigeschossiger, zweispanniger Kompaktbau sein, in dem Schule, Hort und ein Multifunktionsraum untergebracht werden.

Der barrierefreie Erneuerungsbau - mit 2200 Quadratmetern Netto-Grundfläche nur noch halb so groß -sei notwendig gewesen, weil die alte Schule nicht mehr den Anforderungen entsprach. "Besonders im energetischen Bereich wurde jetzt optimiert", erläutert Joachim Eggert. Zukünftig sollen so 80 Prozent weniger Energiekosten anfallen als zuvor.

Sechs Millionen Euro kostet das neue Gebäude auf den Grundmauern der alten Schule. Dies sei weitaus kostengünstiger als eine Sanierung, so der Fachmann. Gleichzeitig werde eine deutlich längere Nutzungsdauer ermöglicht.

Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Stark III-Programmes der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, informiert Bürgermeister Hanns-Michael Noll. Zu 70 Prozent werden die Kosten gefördert. Die restlichen 30 Prozent muss die Stadt als Eigenanteil aufbringen. Dies wird über einen zinslosen Kredit der Investitionsbank, der über zehn Jahre läuft, gesichert.

Der Ortschef sei stolz auf den Grundschulbau. "Ich freue mich, dass das endlich funktioniert hat", sagt Noll. Der Christdemoktrat betont: "Die Schulerneuerung soll nach außen zeigen, dass wir die Struktur des Wohngebietes stabilisieren wollen." Deshalb setze er sich dafür ein, dass der Bau einer neuen Turnhalle gefördert werde.

Neben Kindern, die im Regensteinsgebiet wohnen, besuchen auch Jungen und Mädchen aus den Ortsteilen Heimburg und Hüttenrode die Regensteinsschule. In der noch andauernden Bauzeit werden die Kinder an Ausweich-standorten unterrichtet: in der ehemaligen Heine-Schule, im Haus II des Gymnasiums "Am Thie" sowie in Containern. Als Hortraum dient die untere Etage des alten Rathauses.

 

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