Wernigerode l Die Solaranlage auf dem Dach des Neuen Rathauses in der Schlachthofstraße in Wernigerode hat mehr Strom erzeugt als erwartet. Seit fast zwei Jahren ist sie nun in Betrieb.

Lag der Stromertrag im vergangenen Jahr noch unter den Erwartungen, kann der Energie- und Umweltbeauftragte Ulrich Eichler nun für das erste Halbjahr eine positive Bilanz ziehen. "Mit 22448 Kilowattstunden liegen wir über dem Soll", sagt der Verwaltungsmitarbeiter.

Im August sei zwar das Wetter nicht sehr sommerlich gewesen. "Die Zielwerte zum Jahresende werden aber auf jeden Fall erreicht", so der Umweltbeauftragte.

Auch die Zählanlage im Foyer des Gebäudes laufe nun problemlos. Im vergangenen Jahr hatte sie nicht immer die korrekten Werte angezeigt.

Etwa die Hälfte des erzeugten Stroms wird direkt im Neuen Rathaus genutzt. "Wir haben einen hohen Strombedarf. Zum Beispiel laufen unsere Computer den ganzen Tag", sagt Ulrich Eichler. Mit der Photovoltaikanlage werde ein Drittel des Bedarfes gedeckt.

Auch wenn im Rathaus Feierabend ist, läuft sie weiter und erzeugt Strom. Dann werde die Elektroenergie in das öffentliche Netz der Stadt eingespeist.

Im Betrieb der Solaranlage sieht der Umweltbeauftragte mehrere Vorteile. "Wir bekommen einen günstigen Strompreis, der unter dem der Stadtwerke liegt", sagt der Energie- und Umweltbeauftragte. Die Photovoltaikanlage gehöre einem Investor, der Magdeburger Firma Apexsun, die der Stadt zudem eine Pacht zahle, um das Rathausdach zu nutzen.

"Mit der Solaranlage erzeugen wir Strom aus erneuerbaren Energien", sagt Ulrich Eichler. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz." Die Stadt Wernigerode ist bereits seit 1995 Mitglied im Europäischen Klimabündnis. "Bis zum Jahr 2030 wollen wir die Treibhausemission um ein Fünftel senken", so der Umweltbeauftragte.