Quedlinburg (im) l Die im Rahmen der Inszenierungsreihe "Mythos Deutschland" des Nordharzer Städtebundtheaters initiierten Gespräche zu "25 Jahre Nachwende" beginnen in Quedlinburg.

Zum Auftakt am Sonntag, 2. November, um 18 Uhr geht es um das Thema "Last und Freude des Denkmalschutzes". Die Moderation im Palais Salfeldt übernimmt Johanna Jäger, die das Projekt konzeptionell umgesetzt hat. Wie die Dramaturgin für Öffentlichkeitsarbeit und Schauspiel ankündigt, werden drei Gäste auf dem Podium Platz nehmen. Der erste ist Quedlinburgs Oberbürgermeister Eberhard Brecht (SPD). Er habe die Wendezeit aktiv erlebt und in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter den Blick von außen auf seine Heimatstadt gehabt. Gabriele Vester hingegen sei erst in den 1990er Jahren in die Welterbestadt gezogen, um ein Hotel aufzubauen. René Hauenschild als dritter Gesprächspartner gehöre einer anderen Generation an. Er habe selbst ein Haus in Quedlinburg saniert.

Anlass, den Denkmalschutz als ersten Schwerpunkt aufzugreifen, sei die Tatsache, dass noch Ende der 1980er Jahre viele Fachwerkbauten in der späteren Welterbestadt abgerissen werden mussten. Der Mangel an Material oder Geld habe es erschwert, die Denkmäler zu erhalten, so Johanna Jäger. Die Dramaturgin: "Erst der Fall der Berliner Mauer und die folgenden Umbrüche scheinen den Abriss gestoppt zu haben." Seit über 20 Jahren gehöre Quedlinburgs Altstadt zum Weltkulturerbe und konzentriere sich auf den Tourismus. Doch dieser Titel sei auch eine Verpflichtung. Die Dramaturgin: "Wie sehen die Quedlinburger eigentlich ihr \'Freilichtmuseum`?"

Der Eintritt ist frei.