Wernigerode l Im Wernigeröder Rathaus sind seit Kurzem Temperaturwächter im Einsatz. Damit können die Verwaltungsmitarbeiter während der Heizperiode im Winterhalbjahr die Raumtemperatur überprüfen. "Sie wurden in allen Büros verteilt", sagt Ulrich Eichler, Energie und Umweltbeauftragter der Stadt. "Auf der Rückseite der Geräte ist eine Temperaturskala zum Energiesparen dargestellt. Wenn die 20 grün leuchtet, ist die optimale Raumtemperatur für das Wohlbefinden und den Klimaschutz gegeben." Schon bei zwei Grad mehr steige der Energieverbauch um zwölf Prozent, erklärt der Experte. Gleiches gelte für die Kosten.

Darüber hinaus empfiehlt Ulrich Eichler, sich witterungsgemäß zu kleiden und regelmäßig zu lüften. "Ständig offene oder angekippte Fenster verursachen erhebliche Energieverluste." Auch die Türen sollten während der Heizperiode geschlossen bleiben, um ein unnötiges Aufheizen der Flure und Treppenhäuser zu vermeiden.

Erst kürzlich wurde das Klimaschutzkonzept für die Stadt vorgestellt (wir berichteten). Kernziel ist es, die Kohlendioxid-Emmission in Wernigerode um 20 Prozent zu senken. Mit den Temperaturwächtern geht die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran.

Monatlich werden in den Verwaltungsgebäuden sowie in den Schulen, Kindertages- und Sportstätten die Zählerstände registriert und die Energie- und Stromverbräuche ermittelt. Obwohl immer mehr Computer und technische Geräte die Arbeit der Verwaltungsmitarbeiter unterstützen, sei der Stromverbrauch nicht gestiegen, sondern sogar leicht gesunken, sagt Eichler. Auch der Wasserverbrauch werde kontrolliert. "Wenn in einem Monat besonders viel verbraucht wird, frage ich schon mal nach, warum das so ist."