Wernigerode (dl) l Das Rätselraten um den Unfall mit dem Mephisto-Express der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) geht weiter. Nach der Kollision des Dampfzuges mit einem verunglückten Auto in Drei Annen Hohne lägen die Ermittlungen nun beim Staatsanwalt, sagte eine HSB-Sprecherin. Deshalb gebe es über die bisherigen internen Auswertungen keine Informationen.

Der mit 260 Fahrgästen besetzte Zug war am Sonnabend gegen 19 Uhr mit einem Peugeot kollidiert, der nach einem Unfall 50 Minuten zuvor im Gleisbett gelandet war. Warum der Lokführer offenbar nicht korrekt über den Unfall informiert und die Strecke nicht gesperrt war, wird derzeit ermittelt. Nach Volksstimme-Recherchen hat es offenbar zwischen Polizei, Kreis-Leitstelle und HSB einen Fehler in der Informationskette gegeben. Demnach soll der Lokführer über einen Unfall an einem anderen Bahnübergang informiert gewesen sein. Warum er trotz Blaulichts nicht rechtzeitig stoppte, ist unklar.