Aktive Kameraden sowie Jugend- und Kinderfeuerwehren erhalten in Kürze freien Eintritt in städtische Einrichtungen. Das beschließt der Betriebsausschuss Oberharz und schlägt erstmals eine Doppelspitze für den Tourismusbetrieb vor.

Elbingerode l Bestätigt hat der Betriebsausschuss des Tourismus- und Höhlenbetriebs Oberharz zwei Kandidaten für den Chefwechsel. Thomas Schult (47) und Markus Mende (31) sind zur Nachfolge für Cathleen Hensel vorgesehen.

Damit spricht sich der Ausschuss erstmals für die Schaffung einer Doppelspitze zur Leitung des vielfältigen Tourismusangebotes der Stadt mit ihren zehn Orten aus. Die bisherige alleinige Leiterin Cathleen Hensel wechselt in die Funktion der Prokuristin im Hasse-röder Ferienpark Wernigerode. "Ich freue mich auf die neue, spannende Herausforderung", so Hensel, "gehe aber auch mit einem weinenden Auge, da mir meine jetzigen Kollegen im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen sind." Ihr Leitungsposten wird am morgigen 31. Januar offiziell frei.

Eine interne Ausschreibung führte zu den Bewerbungen von Thomas Schult als Geprüfter Meister für Bäderbetrieb und Chef der Oberharz-Bäder sowie von Diplomverwaltungswirt Markus Mende. Beide sind länger in der Stadt tätig. Über ihre neue Arbeit entscheidet der Stadtrat am Dienstag.

Neben der Regelung der wichtigen Personalie hat der von Bürgermeister Frank Damsch (SPD) geleitete Ausschuss am Mittwoch auch einen Beschluss zur Würdigung der Arbeit in allen zehn Feuerwehren der Stadt gefasst. Danach sollen die meisten ihrer Mitglieder demnächst freien Eintritt in städtische Einrichtungen wie Schwimmhalle und Tropfsteinhöhlen haben.

"Es geht uns darum, die Leistungen der Kameraden, die bei ihren Einsätzen nicht selten Leib und Leben für andere riskieren, entsprechend unseren Möglichkeiten anzuerkennen", erläuterte Damsch. Der Beschluss drücke die Wertschätzung für die Arbeit der Brandlöscher aus, zumal zur Konsolidierung des Haushaltes Aufwandsentschädigungen gekürzt werden mussten.

Der freie Eintritt soll Entspannung und Fitness fördern und den Kameraden im aktiven Dienst sowie den Mitgliedern der Jugend- und der Kinderfeuerwehren als Brandlöscher von morgen vorbehalten bleiben. Er gilt nicht für Ehe- und sonstige Partner, wie betont wird.

Offen ist noch das Einlass-Prozedere mit Ausweis oder Nutzung eines Chips. Auch der Zeitpunkt, ab wann freier Eintritt möglich wird, ist noch offen. Daran werde gearbeitet, so Damsch. Noch im Frühjahr soll die Regelung gültig werden.

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