Erst wurde gearbeitet, jetzt darf gefeiert werden. Der Silstedter Ortschaftsrat bedankt sich bei Vereinen und Bürgern für ihr Engagement im Dorfwettbewerb. Jetzt steht die nächste Runde vor der Tür. Beim Sportlerheim geht es ebenfalls voran, das Geld für die Planungen ist im Etat enthalten.

Silstedt l Ihrem Ziel, das marode und viel zu kleine Sportlerheim abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, sind die Silstedter nun einen Schritt nähergekommen. In den aktuellen Entwurf des Haushaltsplan sind zumindest jene 60000 Euro aufgenommen worden, die für die Planungskosten veranschlagt sind. Falls es sich die Stadträte nicht noch einmal anders überlegen und den Haushalt am 19. Februar beschließen, kann der Planer loslegen. Bis aber tatsächlich die Bagger anrollen, wird es noch dauern. Laut Ortsbürgermeister Karl-Heinz Mänz (CDU) könnte der Bau in den Jahren 2016 oder 2017 erfolgen, vorausgesetzt, es gibt Fördermittel. Ohne Geld vom Land könnte die Stadt das gut 700000 Euro teure Projekt nicht stemmen. Der Förderantrag muss bis spätestens Ende Juni 2015 eingereicht sein.

Sportplatz und Sportlerheim am Silstedter Ortsrand werden von den Fußballerinnen des MSV Wernigerode und verschiedenen Freizeitmannschaften genutzt. Auf dem Gelände könnte noch mehr geschehen, dafür ist allerdings das Sportlerheim zu klein. Eine Erweiterung wäre zwar auch möglich gewesen, aber nur wenig kostengünstiger als ein Neubau. Der bietet zudem bei den Unterhaltungskosten einige Vorteile, so dass sich die Silstedter letztlich für diese Variante entschieden haben.

Doch egal, ob Neu- oder Umbau: Das Projekt wird noch nicht zu besichtigen sein, wenn die Silstedter in der nächsten Runde des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" Besuch einer Bewertungskommission bekommen. Ende vergangenen Jahres war der Ort im Kreisausscheid erfolgreich und ist jetzt im Landeswettbewerb angekommen. Bürgermeister Mänz und seine Ortschaftsräte sind gerade dabei, eine Dokumentation zu erstellen. Bis Mitte Februar müssen sie all die Projekte aufgeschrieben und mit Fotos belegt haben, mit denen sie im Kreiswettbewerb erfolgreich waren. Das dient dann als Grundlage für die nächste Bewertungsrunde. Auch mögliche neue Ideen dürfen gerne mitgeschickt werden, sagt Mänz. Welche das sein könnten, darüber will er sich noch mit seinen Mitstreitern verständigen. Mag sein, dass am kommenden Donnerstag schon mehr bekannt ist. Dann bedankt sich der Ortschaftsrat bei den Silstedtern für ihren Einsatz in der ersten Runde des Dorfwettbewerbs.

Eingeladen zur gemütlichen Runde im Schützenhaus wurden Vertreter der Vereine und aus jeder Straße noch ein Grundstückseigentümer, "der viel gemacht hat", sagt Mänz. Über die Gästeliste haben sich die Ortschaftsräte viele Gedanken gemacht und auch darüber, wie das Preisgeld verwendet werden soll. Schließlich gab es für das erfolgreiche Abschneiden im Kreiswettbewerb ein Preisgeld in Höhe von 15000 Euro. Ein geringer Teil der Summe ist für Festvorbereitungen und die Dokumentation für den Landesausscheid verwandt worden. "Der Rest ist für einen sozialen Zweck", sagt der Ortsbürgermeister. Wofür genau, das verrät er nicht. Dieses Geheimnis soll erst am Donnerstag gelüftet werden.