Drei Annen Hohne (dpa) I Ein Zug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) ist am Samstag am Bahnhof Drei Annen Hohne (Harz) mit einem Auto zusammengestoßen. Nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und HSB blieb es bei einem Blechschaden. Zum genauen Unfallhergang an einem unbeschrankten Bahnübergang konnten noch keine Angaben gemacht werden. Wegen des Unfalls musste die Brockenbahnlinie kurzzeitig unterbrochen werden. "Es kam im gesamten System zu 45 Minuten Verspätung", sagte HSB-Sprecher Dirk Bahnsen. Größere Schäden wurden an der Dampflok nicht festgestellt. Ab Mittag lief der Zugbetrieb wieder fahrplanmäßig.

Aufgrund des Winterwetters ist es den Angaben zufolge in dieser Saison bei den HSB nur zu wenigen Zugausfällen gekommen. Im Dezember musste an einem Wochenende der gesamte Betrieb aufgrund von Sturmschäden eingestellt werden, wie Bahnsen mitteilte. Dazu kam noch ein Nachmittag im Januar, als es aufgrund von Schneeverwehungen auf dem Brocken unmöglich war, Züge verkehren zu lassen. Im Schnitt kalkuliert die HSB pro Saison mit bis zu sechs Tagen, an denen kein Zugbetrieb möglich ist.

Schnee gebe es aktuell auf dem Brocken erst seit ein, zwei Wochen. Derzeit liegt auf dem Berg ein halber Meter. Am Brockenfuß sind es rund elf Zentimeter weniger. Die HSB-eigene Schneefräse sei in den Morgenstunden derzeit im Dauereinsatz. Noch bevor der erste Zug morgens gegen 7.30 Uhr Wernigerode verlasse, seien die Mitarbeiter der Fräse schon lange unterwegs. "So wird kontrolliert, ob die Gleise frei sind, ob nicht Bäume unter der Schneelast auf die Schienen gestürzt sind. Zudem müssen Verwehungen auf dem Brocken beseitigt werden", erklärte Bahnsen.