Blankenburg l Die Abwanderung von Jugendlichen stoppen, ihnen mehr Angebote in Blankenburg unterbreiten - sei es im Job und in der Freizeit. Das hat sich Maik Hoffmann auf die Fahnen geschrieben, sollte er am 22. März oder in einer Stichwahl am 19. April zum Bürgermeister der Stadt Blankenburg gewählt werden. Optimistisch, dieses Ziel tatsächlich zu erreichen, stimmen ihn die Unterstützungsunterschriften, die er als Einzelbewerber bei einer Kandidatur vorzulegen hat. Die 100 Unterschriften, so Hoffmann, seien schnell zusammengekommen.

Anders als die anderen drei Bewerber gehört Maik Hoffmann keiner politischen Gruppierung an, die ihm den Rücken stärkt und Wahlkampfhilfe bietet. Das sieht er aber nicht unbedingt als Nachteil. "Ich bin eben kein Politiker, sondern ein Mann aus dem Volk, für das Volk, der für Blankenburg etwas erreichen will", sagt er. Dazu zählt er vor allem, junge Leute wieder mehr für ihre Stadt zu begeistern und zu interessieren. Er habe sich fest vorgenommen, als Bürgermeister monatliche Sprechstunden abzuhalten und ein offenes Ohr für die Bürger zu haben. "Nur so kann man gemeinsam Lösungen finden, wenn man weiß, wo der Schuh drückt. Und dann muss ich mich eben auch unangenehmen Dingen stellen", erklärt Hoffmann, der als Hobbys kurz "meine Frau, mein Garten, mein Haus" angibt.

Der gebürtige Blankenburger, Jahrgang 1966, hat im ehemaligen Metall-Leichtbaukombinat (MLK) eine Lehre als Schlosser absolviert und dort auch bis zur Wende gearbeitet. Aktuell ist er wie viele seiner Berufskollegen als Schlosser und Schweißer über eine Leiharbeitsfirma beschäftigt. Sein ganzer Stolz ist Sohn Christian, der allerdings in Kassel seine berufliche und private Heimat gefunden hat. Nicht umsonst will er sich dafür stark machen, Jugendlichen Anreize zu schaffen, in Blankenburg und in der Region zu bleiben. Doch auch andere Themen wolle er anpacken. Mit Blick auf manche Bauruinen in der Stadt fordert er, die Eigentümer stärker in die Pflicht zu nehmen, diese Schandflecke zu beseitigen - sei es das Bahnhofshotel oder die alten Teufelsbad-Immobilien am Thie-Park. Kritisch sieht er außerdem die vielen Hürden in der Stadt für ältere und gehbehinderte Menschen. "Die behindertengerechte Nutzung öffentlicher Gebäude, Plätze und Gehwege muss unbedingt verbessert werden", so Hoffmann, der mit seiner offiziellen Zulassung als Bürgermeisterkandidat nun in den Wahlkampf gehen wird. Und dafür hat er, wie er scherzhaft anmerkt, sogar einen Sponsor: "Mein Sohn Christian."