181 Mitglieder zählt Wernigerodes Harzklub-Zweigverein derzeit - und sie sind stolz auf ihre Leistungen. Zur Jahreshauptversammlung haben sie auf das vergangene Jahr zurückgeblickt, das ihnen neue Mitstreiter, aber auch zusätzliche Wanderangebote gebracht hat.

Wernigerode l Wenn es etwas gibt, das ein Harzklub-Mitglied auszeichnet, dann ist es die Tatkraft. Wie ein roter Faden hat sich das Lob auf die Mitglieder durch die verschiedenen Redebeiträge zur Jahreshauptversammlung des Wernigeröder Zweigvereins gezogen. Sie werben für das Wandern, unterhalten und kennzeichnen Wanderwege, fördern den Landschafts-, Natur- und Heimatschutz sowie die Pflege und den Erhalt des Harzer Volkstums, wie der Vereinsvorsitzende Volker Friedrich betonte.

Er rief in seiner Rede unter anderem die Höhepunkte des Vorjahres in Erinnerung. Dazu gehörten vor allem die Teilnahme und Mitgestaltung des Deutschen Wandertages in Bad Harzburg und des Sachsen-Anhalt-Tages in Wernigerode. Unterstützung erhielten die derzeit 181 Mitglieder von verschiedenen Sponsoren, die projektbezogen Geld gaben. Immer häufiger gebe es zum Teil beachtliche Spenden von Privatpersonen, hoben er und andere Redner hervor. So seien für den vielbeachteten Teufelsstieg von einer Familie 500 Euro gestiftet worden.

Bilanz zogen auch die Fachwarte. Wanderwart Dieter Runge erinnerte, dass 2014 dank der 15 ehrenamtlichen Wanderführer nicht nur die jährlichen rund 50 angebotenen Touren durch den Harz stattgefunden haben, sondern im Vorjahr des Deutschen Wandertages noch 20 zusätzliche Harzerkundungen hinzugekommen sind. Um mit den Besuchern der Großveranstaltung intensiver ins Gespräch zu kommen, hätten mehrere qualifizierte Tourengeher die Wanderungen begleitet.

Kritik geäußert über "peinliche" Verwechslung

Wegewart Herbert Riemeier sprach über ein gut ausgebautes, dank des Harzklubs auch ausreichend markiertes Wegenetz. "Das kostet eine Menge Arbeit und Zeit", sagte er angesichts der relativ wenigen ehrenamtlichen Helfer. Gut angenommen worden sei der Teufelsstieg von Elend über den Brocken nach Bad Harzburg. Weitere neue Wanderwege müssten allerdings nicht erfunden werden, sagte er.

Zum Teufelsstieg gab es allerdings auch heftige Kritik. Sowohl Herbert Riemeier als auch Harzklub-Mitglied Ulrich Eichler bemängelten eine Publikation, die vom Harzer Tourismusverband mit Sitz in Goslar mit herausgegeben wurde. Darin sei unter anderem, so Eichler, die Schnarcherklippe mit der Teufelskanzel verwechselt worden. Dies sei peinlich, so der Harzfreund. Er bedauerte, dass der Harzklub nicht "Korrektur gelesen habe". Dann wären Fehler in der Publikation vermieden worden. Riemeier erinnerte, dass es in wenigen Jahren Sanierungsbedarf an verschiedenen hölzernen Brücken gebe, die nach der Wende mit Unterstützung von Arbeitsförderungsgesellschaften entstanden seien. Da deren Wirken inzwischen begrenzt sei, müssten andere Unterstützer gewonnen werden.

In Würdigung langjährigen Engagements gab es verschiedene Ehrungen. 42 Wernigeröder Harzklubmitglieder, die seit der Wiedergründung vor 25 Jahren dabei sind, erhielten Urkunden und Jubiläumsanstecker sowie jeweils eine Jahreseintrittskarte für den Bürgerpark. Leiterin Ellen Schrader, Ute Rasehorn und Gesine Schunk von der Sing- und Spielgemeinschaft des Harzklubs Wernigerode erhielten eine Ehrenurkunde, ein Buch sowie einen Blumengutschein. Vier Ehrungen gab es für aktive Vereinsarbeit. Helmut Nüchterlein, stellvertretender Wanderwart, erhielt die Ehrenurkunde mit Abzeichen in Silber des Harzklubs sowie einen Blumenstrauß. Die Wanderführer Hanne-Lore Scholze sowie Anita und Jochen Herbsleb freuten sich über einen Geschenkgutschein.

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