Die Gründung der Stadtwerke Wernigerode jährt sich zum 25. Mal. Pünktlich zum Jubiläum gibt es gute Nachrichten für die Kunden. Die Preise für Erdgas und Strom könnten in den nächsten Jahren "perspektivisch sinken".

Wernigerode l 115 Millionen Euro haben die Stadtwerke Wernigerode seit 1990 investiert. 68 Millionen Euro wurden für die Sanierung des Versorgungsnetzes ausgegeben, 18 Millionen Euro an Gewerbesteuer gezahlt. Der Jahresüberschuss in den letzten 25 Jahren wird auf knapp 74 Millionen Euro beziffert. "Das sind im Schnitt 2,95 Millionen Euro pro Jahr", betonte Geschäftsführer Steffen Meinecke.

Die Gründung der Stadtwerke jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Deshalb hatte Meinecke Pressevertreter in den neugestalteten Konferenzraum des Unternehmens geladen. Angesichts solcher Zahlen sei ihm nicht bange um die wirtschaftliche Zukunft, sagte Meinecke, der die Stadtwerke seit fünf Jahren leitet. "Ich freue mich auf die Zukunft." Freuen können sich laut Meinecke auch die Kunden des Versorgers. Dank strategischer Einkäufe von Erdgas und Strom für die nächsten Jahre sei es "perspektivisch möglich, die Preise zu senken". Das hänge zwar noch von anderen Faktoren wie Netzentgelten und Energiesteuer ab. "Aber wir sind sehr optimistisch."

In den vergangenen Jahren seien viele kluge Entscheidungen getroffen worden, lobte Peter Gaffert (parteilos). Der Oberbürgermeister und gleichzeitig Stadtwerke-Aufsichtsratsschef hob vor allem die Umstellung auf Ökostrom und die Investitionen in den Ausbau des Fernwärmenetzes hervor. "Das zeigt, wie wichtig uns das Thema Nachhaltigkeit ist." Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent der Kommune. "Als Stadt können wir froh sein, ein wirtschaftlich starkes Unternehmen wie die Stadtwerke zu haben." Steffen Meineckes Vertrag werde um weitere fünf Jahre verlängert, informierte Gaffert.

Meinecke, seit 18 Jahren im Unternehmen und mit "Leib und Seele Geschäftsführer", wie er sagt, hat sich für die kommenden Jahren hohe Ziele gesetzt. "Erdgasverdichtung, Fernwärmeausbau, Erschließung von Wohngebieten", zählte er auf. Außerdem wolle er sich der Herausforderung stellen, Naturstrom zu 100 Prozent selbst zu produzieren. "Bisher erzeugen wir 40 Millionen von 55 Millionen Kilowattstunden."

Anlässlich des Jubiläums soll es im Sommer neben einem Festakt die langerwartete Chronik des Unternehmens in Buchform geben. Darüber hinaus starten die Stadtwerke zwei Aktionen. "Wir wollen 25 mal 200 Euro an Vereine und gemeinnützige Einrichtungen spenden", so Pressesprecherin Katja Bröker. Zudem werden Ideen für die Gestaltung zweier Trafohäuschen gesucht. Vorschläge und Ideen für beide Aktionen können im Kundenzentrum in der Breiten Straße eingereicht oder per Post an die Stadtwerke geschickt werden.

Bilder