Wernigerode (wb) l Das Argenta-Gelände kommt erneut unter den Hammer. Neuer Termin ist der 13. August, 10Uhr im Amtsgericht Wernigerode. Anfang Februar war im ersten Anlauf die Zwangsversteigerung mangels Bieter gescheitert. Der ehemalige Besitzer des Areals war zwar ebenso wie einige interessierte Wernigeröder erschienen, doch Gebote konnte Rechtspfleger Andreas Gaschler nicht entgegennehmen. Lediglich ein kleines, an das eigentliche Argenta-Areal angrenzende Stückchen Gartenland fand einen neuen Besitzer und wurde für das Mindestgebot von 850Euro versteigert.

Für das eigentliche Areal der ehemaligen Schokoladenfabrik werden aber ganz andere Summen aufgerufen. Der Verkehrswert liegt bei 470000 Euro. Wer die Brache samt Firmengebäude haben möchte, muss mindestens die Hälfte dieser Summe bieten. Andernfalls darf Gaschler den Zuschlag nicht erteilen. Doch auch bei einem höheren Gebot ist nicht sicher, dass der Zuschlag erteilt wird. Die Nord LB als Hauptgläubigerin muss zustimmen. Die Bank hatte der Eigentümerin des Argenta-Geländes einen Kredit über mehrere 100000Euro gewährt. Die Eigentümerin hatte die Industriebrache im Mai 2007 gekauft und wollte mit einer Investorengemeinschaft Wohnhäuser bauen. Davon stehen erst drei.

Erschwerend kommt hinzu, dass der neue Besitzer das Gelände erst noch von Schutt und Altlasten beräumen muss, ehe er ans Bauen denken kann. Aber zumindest darf er den Schutt über eine instandgesetzte Zufahrtsstraße abtransportieren. Die zum Gelände führende, in diesem Abschnitt bislang unbefestigte Amtsgasse ist bis zur Anbindung an die Karnatzki-Straße mit einer Asphaltdecke ausgebaut worden. Laut Rathaussprecher Andreas Meling sind bislang nach Regenfällen immer wieder Schlaglöcher entstanden.

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