Die Finanzierung der Oper bei den Wernigeröder Schlossfestspielen ist in Sack und Tüten. Die Sponsorenverträge sind von Vertretern der Volksstimme und der Stadtwerke unterzeichnet worden.

Wernigerode l Es ist ein schöner Tag für Christian Fitzner. Der Chef des Philharmonischen Kammerorchesters steckt mitten in den Vorbereitungen der 20. Wernigeröder Schlossfestspiele. Die Finanzierung der Oper "Martha", die den Höhepunkt der diesjährigen Saison bildet, ist nun gesichert. Im Bürgerpark unterzeichneten Volksstimme-Regionalverlagsleiter Thomas Helmuth und Stadtwerkechef Steffen Meinecke die Sponsorenverträge für die Oper.

"Die Schlossfestspiele sind eine gestandene Veranstaltung mit hohem Niveau und einem guten Ruf, der weit über die Stadt hinausgeht", so Meinecke. "Wir freuen uns, dass wir die Festspiele wieder unterstützen können. Sie sind eine wesentliche Bereicherung des Kulturlebens." Seit 17 Jahren teilen sich Volksstimme und Stadtwerke das Sponsoring der Oper, sagte Thomas Helmuth. "Wir sind froh, dass wir dieses Jahr wieder dabei sind - trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen." Helmuth wünschte den Organisatoren um Christian Fitzner viele Besucher und viel Sonne, "damit möglichst viele Veranstaltungen auf dem Schlosshof stattfinden können".

Die Opernfreunde erwarten wunderschöne Melodien, kündigte Orchesterchef Fitzner an. "Martha" von Friedrich von Flotow sei bis die 1950er Jahre eine der populärsten deutschen Opern gewesen. "Danach geriet sie etwas in Vergessenheit. Zu unrecht", wie Fitzner sagte. "Aber auf unser Schloss passt sie ganz wunderbar." Die Solisten seien bereits gefunden. "Ein internationales Ensemble mit Sängern aus Deutschland, Korea und Italien."

Die Regie übernimmt wie schon im Vorjahr Karin Seinsche aus Hannover. Dort sollen Anfang Juli auch die Vorproben stattfinden, so Fitzner. Die Sänger reisen erst Mitte Juli für die Schlussproben nach Wernigerode. Zur Inszenierung selbst kann Christian Fitzner noch nicht viel verraten. "Das liegt in den Händen der Regisseurin." Nur so viel: Die Bühne wird wie bei "Don Giovanni" vor zwei Jahren von Stuhlreihen umrahmt in der Mitte des Schlosshofs stehen.

Fertig sind dagegen die Werbekarten für die neue Schlossoper. Die Karten sind schlicht in schwarz gehalten. Lediglich ein gelber Blumenstrauß ist abgebildet - mit einer roten Rose in der Mitte. "Das steht symbolisch für die Handlung der Oper", erklärt Christian Fitzner. Eine adlige "Rose" mischt sich unter das Volk, weil sie wissen möchte, wie es sich unter einfachen Menschen lebt.