Unter dem Motto "Gemeinsam wachsen" trafen sich auch Ende letzten Jahres wieder Vertreter aus Politik und Wirtschaft des Altkreises Wernigerode in Darlingerode. Während ihres traditionellen "Herrenabends" wurde die Rekordsumme von über 14 000 Euro eingenommen. Nach einem speziellen Auswahlverfahren wird das Geld an Vereine übergeben.

Darlingerode/Heudeber. Bürgermeisterin Hannelore Striewski zeigte sich bei der Übergabe des Geldes in Heudebers Seniorenclub begeistert: "Ich freue mich und bedanke mich gleichzeitig, dass der Nordharz in diesem Jahr ganz besonders bedacht wurde." Unmittelbar zuvor hatten Landrat Michael Ermrich und Hans-Heinrich Haase-Fricke als Vorstand der Vereinigten Volksbank gemeinsam die drei inhaltsvollen Briefumschläge überreicht.

So freute sich Viola Brandt vom Heudeberaner Carneval Club 1980 sichtlich über einen Scheck in Höhe von 750 Euro zugunsten der Kinder- und Jugendarbeit ihres Vereins. Nicht viel anders erging es Vecken-stedts Ortsbürgermeister Uwe Lutz. Für die Anschaffung einer Kletterturmanlage auf dem Spielplatz profitierte er sogar mit 1 500 Euro aus dem Spendentopf des Herrenabends vom 12. November in der Sandtalhalle. Von den insgesamt benötigten knapp 10 000 seien damit jetzt 3 500 Euro zusammengekommen, so Uwe Lutz. Der augenzwinkernde Kommentar des Landrates: "Ich weiß ja, sie hätten gern den ganzen Spielplatz von uns bezahlt bekommen. Schauen wir mal, wie wir da weiter kommen."

"Wer spendet, soll wissen, was mit dem Geld passiert"

Den meisten Grund zur Freude hatte jedoch Vereinsvorsitzende Heike Kleemann von Heudebers Reit- und Fahrverein. Sie war zur Übergabe gleich mit mehreren Reiterinnen "angerückt". Ihnen übergab der Landrat einen Scheck in Höhe von 2000 Euro. Die Pferdesättel seien sehr teuer. Hinzu komme, dass das Geld dringend für die Hindernisausrüstung benötigt werde.

Ermrich rückblickend zum mittlerweile 13. Herrenabend, an dem selbstverständlich auch Frauen teilnehmen: "Das Ereignis wird so gut angenommen, dass wir eine hohe Trefferquote haben. Die, die von uns eingeladen werden, sind letztlich auch dabei." Durchschnittlich spende jeder Gast 75 Euro: "Wir sind seinerzeit auch ganz bewusst nach Darlingerode gegangen, obwohl wir dort von der Kapazität her eingeschränkt sind. Wir haben aber auch nicht die Absicht, wegzugehen." Der nächste Herrenabend 2011 sei längst geplant.

Ermrich bedankte sich in Heudeber ausdrücklich bei den Spendern: "Sie sollten nun auch erfahren, was mit ihrem Geld passiert." Gewachsene Strukturen seien der einzige Grund, weshalb das Gros der Spenden im Altkreis Werrnigerode verbleibt. Und das, obwohl ein geringer Teil der Gäste auch aus dem "restlichen" Harzkreis stamme. Derzeit werde überlegt, ähnliche Veranstaltungen mit Vertretern der Wirtschaft auch andernorts zu organisieren.

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