Große Freude bei Vereinen aus Blankenburg, Hüttenrode und Neuwerk. Sie erhielten gestern Finanzspritzen aus dem Spendenerlös des 13. Herrenabends, zu dem sich alljährlich in Darlingerode Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung treffen und auch für soziale Zwecke spenden.

Blankenburg. "Danke, dass Sie sich für Kinder und Jugendliche engagieren. Bei den drängendsten Problemen versuchen wir zu helfen", sagte gestern Landrat Michael Ermrich vor vier Vereinsvertretern aus Blankenburg und Umgebung, die ihn im vergangenen Jahr tatsächlich um Hilfe gebeten hatten. Nun konnten sie ihre dringend benötigten Finanzspritzen im Vereinsbüro des Blankenburger FV am Regensteinsweg entgegennehmen.

Ein besonders großer Stein fiel dabei Roswitha Zimmermann vom Herzen. "Es wird immer schwieriger für uns, weißrussischen Kindern einen Kuraufenthalt im Harz zu organisieren", schilderte die pensionierte Lehrerin, die sich für den Verein "Blankenburg hilft Tschernobyl" engagiert. Doch mit den gestern überreichten 1500 Euro scheint eine große Hürde genommen. "Wir hoffen, dass diese gute Tradition fortgesetzt werden kann", so Ermrich. "Ohne diese Unterstützung wäre der Aufenthalt sonst nicht möglich gewesen", dankte Roswitha Zimmermann auch allen, die beim 13. Herren-abend in Darlingerode Geld gespendet hatten. Insgesamt waren an jenem Abend 14500 Euro zusammengekommen.

"Wir können versprechen, dass dieses Geld sinnvoll angelegt wird", erklärte Hans-Gerd Charwat vom SV Glückauf Hüttenrode. So bekamen seine Fußballer 1000 Euro für die Anschaffung neuer Kleinfeldtore. Mit derselben Summe wurde auch der Blankenburger Fußballverein (BFV) bedacht. Wie Christoff Strutzberg erklärte, müsse der BFV einer gesetzlichen Vorschrift nachkommen und am Kunstrasenplatz noch ein zusätzliches Geländer errichten. Ebenfalls über 1000 Euro freute sich Jürgen Ruhe, der Ehrenvorsitzende des Spielmannszuges Neuwerk/Harz. Wie er erklärte, hätten seine Mitstreiter schon mehr als 100000 Euro in ihr neues Vereinsheim investiert. Sie hoffen, es mit dem Geld noch schöner herrichten zu können.

Davon zeigte sich auch Hans-Heinrich Haase-Fricke, Vorstand der Vereinigten Volksbank, überzeugt. "Jeder Jugendliche, den Sie betreuen, besprüht kein Buswartehäuschen", meinte er.