Stapelburg (rar). Dass die Wege im Nationalpark nicht verlassen werden dürfen, ist zwar bekannt, wird jedoch oft ignoriert. Das trifft in gleichem Maße auch auf das Verbot der Entnahme jeglicher Pflanzen zu. Während die Ranger im Herbst Pilzesammler erwischen, sind es momentan vermeintliche Naturfreunde, die "Jagd" auf das Bärlauch machen. Als besonderer Brennpunkt habe sich dabei der Bereich der L 501 herauskristallisiert, heißt es in einer Pressemitteilung des Nationalparks. Diese Landstraße verbindet im Schimmerwald Eckertal/Stapelburg mit Bad Harzburg. Dessen südlicher Bereich gehört zum Nationalpark Harz und sollte zumindest dort als Tabuzone respektiert werden, wo es keine Wege gibt. Nach Beobachtungen der Ranger werde aber gerade dort in diesen Tagen in großem Stil Bärlauch geerntet. Das sei jedoch eine Ordnungswidrigkeit, die in jedem Fall geahndet werde. Es mussten schon Bußgelder in empfindlicher Höhe verhängt werden.