Eine 44-Jährige wurde zur jüngsten Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt im Regionalverband Harz gewählt. Die Stapelburgerin Kathrin Strohmeyer war in ihrer 142 Mitglieder zählenden Ortsgruppe die einzige Kandidatin.

Von Rainer Marschel

Stapelburg. Kathrin Strohmeyer tritt die Nachfolge ihrer kürzlich verstorbenen Schwiegermutter Annekatrin Strohmeyer an. Die erst 44-Jährige war auf dem, parallel zur Wahl stattgefundenen, Frühlingsfest heute vor genau einer Woche einstimmig gewählt worden. Stellvertreterin bleibt in Stapelburg Ursula Witaszak. Sie wurde in ihrem Amt ein weiteres Mal bestätigt.

"Unser Frühlingsfest war ein voller Erfolg", schätzt die neue Vorsitzende rückblickend ein. Vor über 80 Teilnehmern hatte der Frauenchor aus Zilly mit seinem Auftritt daran einen maßgeblichen Anteil. Zuvor war für die verstorbene ehemalige Vorsitzende der Stapelburger Arbeiterwohlfahrt eine Gedenkminute eingelegt worden. Deren Nachfolgerin dankte bei dieser Gelegenheit den vielen freiwillligen Helfern, die zum Gelingen ihren Anteil geleistet hatten. An dem Frühlingsfest mit Kaffee und Kuchen hatte auch Ortsbürgermeister Hilmar Rasche teilgenommen.

"Es macht mir viel Spaß, mich um Ältere zu kümmern"

Unterdessen ist die neue "erste Frau der Stapelburger AWO" bereits drei Jahre als Helferin in der Organisation tätig. Sie kümmerte sich schon in dieser Zeit intensiv um die zahlreichen Fahrten und Programme für die Veranstaltungen. Allerdings wurde sie in dieser Zeit auch sehr gut auf eine etwaige Funktion in dieser Richtung vorbereitet. So konnte sie sich nach eigenem Bekunden viel von ihrer Schwiegermutter annehmen. Dabei kamen ihr zweifelsohne ihr Durchsetzungsvermögen und ihr Organisationstalent zugute: "Es macht mir ungewöhnlich viel Spaß, mich um die älteren Bürger zu kümmern." Und genau das konnte sie seit 2008 bereits vielfach bei Geburtstags- und Weihnachtsfeiern, Goldenen Hochzeiten, Herbstfesten oder anderen Anlässen unter Beweis stellen.

Die gelernte Facharbeiterin für Eisenbahn- und Transporttechnik, Kathrin Strohmeyer, arbeitet in einer Pension in Bad Harzburg. "Dort bin ich mein eigener Chef." Außerdem hat sie einen Zweitjob als Verkäuferin in einem Supermarkt.