Der "Kleine Harz" startet am Sonnabend, 16. April, in die neue Saison. Ab heute werden die 60 Modelle für die Miniaturenlandschaft aufgebaut. Nebenan im Bürgerpark sind die Besucher bereits seit Mitte März willkommen.

Wernigerode. "Alles ist gut vorbereitet und organisiert", sagt Marlies Ameling. Ab heute geht die Vorbereitung auf die neue Saison im Miniaturpark "Kleiner Harz" in die heiße Phase.

Die 60 Modelle werden vom Dachgeschoss des einstigen Schafstalls an einer Seilwinde zu Boden gelassen und dann auf der Anlage aufgebaut. Dort hat sich laut Geschäftsführerin einiges verändert. So wurde der Burg Falkenstein ein anderer Standort zugewiesen. Marlies Ameling: "2012 soll da zur Eröffnung der Markt Goslar stehen." Der Bereich wird bereits bepflanzt, damit die Besucher im nächsten Jahr nicht auf eine kahle Fläche schauen müssen. Mit dem Bauwerk ist die alte Kaiserstadt dann komplett, was deren interessanteste architektonische Kostbarkeiten anbelangt.

2011 steht aber erst einmal der Halberstädter Dom im Mittelpunkt (wir berichteten). Zur feierlichen Einweihung, so die Parkchefin, "wollen wir einfach sagen, wir sind wieder da". Und: "Das soll hier nicht auf Wernigerode begrenzt sein." Im Übrigen engagiert sich seit diesem Jahr ein von ihr gegründeter Beirat, der entscheidet, welche Sehenswürdigkeiten künftig errichtet werden.

Im "Kleinen Harz" gibt es dann allerdings noch weit mehr zu bestaunen. Die Gartenbahnanlage wurde in Ko-operation mit dem Freundeskreis Selketalbahn komplett abgetragen und deren Trassenführung umgestaltet. Im Gegensatz zu früher sind die Schienen jetzt fest im Gleisbett verankert.

Auch die Seilbahn Thale präsentiert sich mit einer neu modellierten Umgebung. Zudem ist viel mehr angepflanzt worden als im Vorjahr. Chefgärtnerin Sandra Pech und ihre Kollegen haben 530 Gehölze und 470 Stauden gesetzt. Obendrein werden zwischen den Modellen 2800 Tulpen, Osterglocken und Kaiserkronen erblühen.

Marlies Ameling möchte den Fokus allerdings nicht ausschließlich auf den "Kleinen Harz" richten. Seit dem Winter werden deshalb die witterungsbedingt verschlissenen und verblichenen Stoffbahnen zwischen den Themengärten durch neue rote Bänder ersetzt. Die Geschäftsführerin: "Als Signal, es geht weiter." Diese Arbeit wird ausschließlich mit eigenen Kräften über deren normales Pensum hinaus erledigt und komplett über Sponsoren finanziert.

26 Frauen und Männer sind auf dem gut 17 Hektar großen Areal beschäftigt. Von der Kassierung über den Grünbereich und die Schauwerkstatt bis hin zu den Aufsichtskräften im Mini-Park. Deren Chefin hatte am 1. April ihr einjähriges Jubiläum als Leiterin. Das ist ihr aber nicht so wichtig. Marlies Ameling: "Für den Erfolg arbeitet unser ganzes Team."

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