Die Stuhlfabrik in Benneckenstein besteht 20 Jahre. Ihr Chef ist optimistisch, eine Nachfolgerin ist in Sicht, nur der Name stimmt nicht mehr so ganz.

Benneckenstein (jko/bfa). Mit einem kleinen Empfang wurde jüngst in der Stuhlfabrik an deren Gründung vor 20 Jahren erinnert.

Betriebschef Klaus Schröter hatte 1991 mit wenigen Kollegen den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Zunächst mit Partner aus dem VEB Harzer Holzindustrie, ab 1995 solo und ab 1998 gar mit ganz neuem Betrieb. Über fünf Millionen Mark wurden inklusive Fördergeld damals in den Neubau und den Umzug vom Bahnhof ins Gewerbegebiet investiert. "Ich hätte auch in Wernigerode oder Ilsenburg bauen können, aber als alter Benneckensteiner wollte ich hier bleiben!", so Schröter.

Für diese Bodenständigkeit und sein Engagement dankte ihm Ortsbürgermeister Hans-Herbert Schulteß als einer der ersten Gratulanten. Die Stuhlfabrik hat heute 80 Beschäftigte und liefert Stühle, vor allem aber Schul- und Kindergartenmöbel europaweit aus. "Da passt der Name "Stuhlfabrik eigentlich schon lange nicht mehr", meint der Chef. Aber die Harzer Marke sei etabliert.

Künftig will der 66-Jährige die Firma stärker auf Möbel für Pflegeheime und Internate ausrichten. Dabei wird Enkeltochter Cassandra Katzer kräftig mitmischen. Die Bürokauffrau arbeitet bereits in der Mittelstandsfirma und hat Ambitionen, sie zu übernehmen.

Das 20. Jubiläum jetzt wollte Klaus Schröter übrigens erst gar nicht feiern. Cassandra Katzer überraschte ihren Opa damit. Als die Gratulanten kamen, wurde nicht zuletzt dem bescheidenen Chef klar, wie wichtig sein Betrieb für die Region und ihre Bewohner ist.

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