Mehr als 600 Pferdesportler aus verschiedenen Bundesländern werden auch in diesem Jahr zum großen Reit- und Fahrturnier in Derenburg erwartet. Allerdings findet es diesmal eine Woche später statt, weil die Derenburger Pferdefreunde sich den Weltcup in Leipzig nicht entgehen lassen wollen.

Derenburg. "Leider müssen wir die 54. Auflage des Reit- und Fahrturniers in diesem Jahr um eine Woche nach hinten, auf den 6. bis 8. Mai schieben", hat Vereins-Vize Frank Kuhne auch eine triftige Begründung dafür: "Wir fahren zum Weltcup-Finale der Reiter nach Leipzig." Zwei Busse mit vielen der 72 Vereinsmitglieder sowie Freunden des Pferdesports würden auf die Reise nach Sachsen gehen, ergänzt der Vorsitzende Uwe Selle. "So nah hatten wir eine solch hochkarätige Veranstaltung noch nie." Beide bedauern zwar die damit verbundene Verlegung ihres Turniers, stellen aber auch die Frage in den Raum: "Wann bekommen wir jemals wieder solch eine Chance?"

Natürlich werde das Turnier in Derenburg von Freitagvormittag bis Sonntagabend in der bekannten, guten Qualität vorbereitet, versprechen die Macher. Inzwischen wurde schon der Verkaufscontainer modernisiert, "damit erfüllen wir auch die hygienischen Auflagen". Demnächst soll noch Sand zur Verfeinerung der Spring- und Dressurplätze aufgetragen werden, um den erhofften mindestens 600 Pferdesportlern aus Sachsen-Anhalt und den Nachbarländern Thüringen, Niedersachsen und Brandenburg beste Bedingungen zu bieten.

Als Höhepunkte gelten natürlich die schweren Springen der Klasse M und die abendlichen Wettbewerbe im Fahren und Springen unter Flutlicht. "Bis in die Nacht kann bester Sport der Vierbeiner verfolgt werden", hoffen die engagierten Organisatoren auch auf großes Interesse. "Viele fleißige Helfer werden eine Rundum-Versorgung gewährleisten", erzählen sie, "auch für die Kinder gibt es ein buntes Programm mit Spielmobil und Animation." "Jetzt fehlen nur noch schönes Wetter, viele Teilnehmer und ein großes Zuschauerinteresse", sagen Selle und Kuhne, die das Turnier ganz unaufgeregt angehen.

Der jüngste Nachwuchs des Reit- und Fahrvereins Derenburg, noch umfassend von Mutti oder Vati betreut, bereitet sich inzwischen mit den Trainerinnen Nicole Thielicke und Heike Schmidt jeden Sonntag auf seinen großen Auftritt auf "Franzi" im Voltigieren vor. "Da werden die Großeltern aber richtig staunen", sind sie sich die Pferdesport-Eleven sicher.

Für den letzten Schliff sind auch die etwa zehn jungen Reiterinnen mindestens zweimal pro Woche auf ihren Rössern im Parcours, um sich in den geplanten 30 Wettbewerben im Springen, in der Dressur oder beim Gespannfahren möglichst im Vorderfeld zu platzieren.

Reitlehrerin Astrid Kunze vermittelt bis dahin noch wertvolle Tipps, die besonders den Turnierneulingen unter ihnen helfen sollen, die Angst vor der Premiere zu nehmen.

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