Hasselfelde. Mit viel Musik, einem Festakt, Festschmaus und vielen Dankesworten wurde gestern Nachmittag in der gut besetzten St. Antoniuskirche dem Posaunenchor Hasselfelde die Plakette "Pro Musica" des Bundespräsidenten feierlich überreicht. 113 Jahre besteht die Musikvereinigung und sichert mit einer Jugendgruppe ihre Zukunft.

"Da geht einem das Herz auf", gab Uwe Hoberg sichtlich gern zu, als die Begrüßungsmusik und weitere mit Beifall bedachte Lieder verklungen waren. Der Ministerialrat aus dem Kultusministerium in Magdeburg war angereist, um die einzig in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt zu vergebende Plakette des Bundespräsidenten "Pro Musica" zu überreichen. Musik, so Hoberg, schaffe Freude, Gemeinsamkeit, Selbstbewusstsein, Toleranz im Umgang miteinander. Und angesichts der vielen jungen Bläser in Hasselfeldes Posaunenchor sei ihm um dessen Zukunft auch nicht bange. So wünschte der Ministerialrat alles Gute für die nächsten 100 Jahre.

Hundert ist auch das Mindestalter eines Musikvereins, um diese Plakette "Für Musik" überhaupt zu bekommen. Hasselfeldes Posaunenchor besteht 113 Jahre. Es sei eine große Leistung, so ein Ensemble durch so lange Zeiten zu bringen, betonte Landesposaunenwart Siegfried Markowis (Braunschweig) und überreichte zahlreiche Bläserabzeichen an Mitglieder des Ensembles.

Extra-Blumen gab es bei der feierlichen Ehrung vom Posaunenchor selbst für Kantor Gottfried Köhler, seit 1987 Chef des Chores. "Wir sind froh, so einen Chorleiter zu haben", sagte Hannelore Siede im Namen der Musiker und brachte damit Gottfried Köhler kurz aus dem Konzept: "Das hatte ich jetzt gar nicht auf meinem Zettel ..." gestand er. Dann wurde weiter musiziert, ein Vortrag gehalten und gefeiert.

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