Die " Perlen des Teufelsmauer-Stieges " werden in einem neuen Faltblatt und in einer Broschüre mit Karte für Wanderer vorgestellt. Damit will der Förderverein aus Weddersleben noch mehr Touristen in die Region locken.

Weddersleben. Ein knallroter Teufel auf einer Felsengruppe - an diesem Symbol können die Wanderer den Teufelsmauer-Stieg im Harz erkennen, der im vergangenen Jahr vom Förderverein Teufelsmauer in Weddersleben offiziell ins Leben gerufen wurde, nachdem die Idee schon lange vor sich hin schlummerte. Obwohl der jüngste Wanderweg der Region zugleich einige andere Wanderrouten verbindet, wie Harzer Hexen- oder Selketal-Stieg, St. Jakobusweg oder die Straße der Romanik, " so ist er für sich genommen doch etwas Außergewöhnliches ", sagt Kay Förster.

Der Hobbykünstler muss es wissen, gestaltete er doch das Faltblatt, modern auch Flyer genannt, zum Wanderweg und war deshalb oft genug auf der 35 Kilometer langen Gesamtroute entlang des Felsbandes am Rand des Nordharzes unterwegs. Nicht umsonst behauptet auch die Aufforderung auf der Vorderseite : " Entdecken Sie die Perlen des Teufelsmauer-Stieges ". Gemeint sind spezielle Anlaufpunkte, wie der Großvater bei Blankenburg, das Hamburger Wappen in der Nachbarschaft von Timmenrode, der Papenstein unweit Warnstedts, Mittel- und Königstein bei Weddersleben, der Dicke Stein nahe Rieder oder die Gegensteine am Rande Ballenstedts.

Nach dem Auftakt steht den Benutzern nun eine deutlich verbesserte Wanderkarte zur Verfügung, versehen mit Legende und Kilometerangaben, gastronomischen Angeboten, Park- und Campingplätzen oder Sehenswürdigkeiten am Rande der Route. " Es lässt sich so wunderschön abschweifen zu benachbarten Kulturdenkmälern und Museen ", verweist Kay Förster auch auf die in enger Verbindung mit dem neuen Faltblatt vom Teufelsmauerverein herausgegebene Begleitbroschüre, in der nicht nur die markanten Punkte der Tour vorgestellt, sondern auch über die Orte sowie nahe liegende Burgen, Schlösser, Museen, ein Kloster oder Kirchen und Sehenswürdigkeiten informiert wird. " Unter anderen sind der Quedlinburger Schlossberg, die Warnstedter Holländermühle, die Gernröder Stiftskirche, das Kloster Wendhusen und die Rosstrappe bei Thale, das Papiermuseum Weddersleben oder die Roseburg bei Rieder beschrieben ", erklärte Herbert Löbel vom Teufelsmauer-Verein.

Allein diese Aufzählung über eine Jahrhunderte lange Geschichte rechtfertige auch die Unterbezeichnung als " Kulturund Wanderstieg ". Auf diesem können " auch Teile mit dem Rad erkundet werden ", ergänzt Förster und hat dabei noch eine Entdeckung gemacht : " Es bieten sich immer wieder herrliche Aussichten, sowohl auf das Harz-Panorama als auch auf das Harzvorland. "

Die drei Eingangstore, jeweils in Ballenstedt, Blankenburg und Weddersleben, sollen den Besuchern den Einstieg in das Auf und Ab entlang einzigartiger Naturschutzgebiete erleichtern, wobei schon mal seltene Tiere wie Neuntöter, Goldammer, Zauneidechsen oder Mufflons entdeckt werden können.

Auch viele Ansprechpartner sind im neuen Flyer angegeben, der mit der Unterstützung der Gemeinde entstand, unter anderen auch die Touristinformation Thale. Schon seit letztem Jahr sei das Interesse am neuen Teufelsmauer-Stieg deutlich angewachsen, bestätigten die Mitarbeiterinnen der Einrichtung und betonten : " Er ist einfach eine wunderschöne Bereicherung des Wanderangebots in unserer Region. "