Brocken. Rekordschnee auf dem Berg, dazu in den Nebelpausen immer mal wieder ein Blick hinüber zum Wurmberg. Kein Wunder, dass Karl-Heinz Daehre am Dienstag auf dem Brocken nicht nur über das Wetter spricht, obwohl eine Klimareferenzstation offiziell in den Dienst genommen wird ( Volksstimme berichtete ).

Der CDU-Politiker hat sich erneut zum zwischen den Regierungen in Magdeburg und Hannover heftig umstrittenen Paket aus Eisenbahnverlängerung und Seilbahnenneubau geäußert. Der Brocken sei keine Institution allein für Sachsen-Anhalt, sondern ein Leuchtturm für den gesamten Harz. " In diesem Sinne sollten alle für unsere Region Verantwortlichen denken und handeln ", forderte Daehre.

Der Politiker bekräftigte, sowohl eine von Elend nach Braunlage verlängerte HSBStrecke als auch eine Schierker Seilbahn zum Wurmberg hinauf nützten dem Tourismus im Harz insgesamt. Daher sei es laut Daehre nur sinnvoll, beide Projekte als Paket zu sehen.

Dieser Paket-Lösung, Kritiker sprechen gar vom Junktim, hatte gerade Niedersachsens Regierungschef in Bad Harzburg eine klare Absage erteilt. Christian Wulff ( CDU ) hatte davon gesprochen, eine Verknüpfung beider Vorhaben wäre " nicht zeitgemäß ", zunächst wolle man die Verlängerung der Harzer Schmalspurbahnen verwirklichen.

Unabhängig von diesem neuerlichen Ost-West-Konflikt hat Wernigerodes Oberbürgermeister ebenfalls für eine Verständigung im Sinne aller Harzer geworben und kündigte weitere Gespräche auch mit niedersächsischen Politikern an.

Doch zurück zur Wetterwarte : Dass der Deutsche Wetterdienst die sieben Arbeitsplätze nun auf Dauer gesicherte habe, lobte der Rathauschef. Gemeinsam mit Harzer Schmalspurbahn, dem Brockenwirt und dem Brockenmuseum gäbe es allein auf dem Berg rund 50 Arbeitsplätze. " Das bei null Einwohnern und auf so einer kleinen Fläche ", hob Gaffert hervor. Gäbe es den Brocken überall in Sachsen-Anhalt, " dann hätten wir im Land mehr als eine Vollbeschäftigung ".