Schmatzfeld ( rar ). Weht künftig ein rauer Befehlston durch das Veckenstedter Amt ? Das ganz sicher nicht. Aber um zu verändern, ist der Schmatzfelder René Pitz in den Ring gestiegen. Er hat sich als unabhängiger Bürgermeister-Kandidat beworben. Damit war er der sechste und gleichzeitig letzte Bewerber, der rechtzeitig vor Ablauf der Frist gestern Abend um 18 Uhr seine Kandidatur anmeldete.

Der Schmatzfelder ist Offizier der Reserve. Er hatte seine Befähigung zum gehobenen Verwaltungsdienst während seiner 12-jährigen Verpflichtungszeit bei der Bundeswehr erworben. Dabei qualifizierte er sich zum Wirtschaftsfachwirt, Personalfachkaufmann, Projektleiter sowie Qualitätsmanagementbeauftragten.

Zuletzt als stellvertretender Kompaniechef in Potsdam eingesetzt, unterstanden ihm direkt rund 100 Soldaten. In dieser herausgehobenen Position hatte er nach eigenem Bekunden " ein stets offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen ".

Gemeinsam mit Selbständigen aus der Nordharz-Region, die ihn in seiner jüngsten Bewerbung auch maßgeblich unterstützen, kam er zu dem Schluss, " dass der Wunsch der Mitbürger nach Veränderung und Verbesserung besteht ".

René Pitz ist im Nordharz geboren, dort aufgewachsen und auch in der Gegend zur Schule gegangen. Nach eigenem Bekunden gehe es ihm um eine " nachhaltige Zukunftsgestaltung ".

Nach Überprüfung der Finanzen wolle er im Falle seiner Wahl eine Prioritätenliste erstellen. Dabei gehe es ihm um die Straßensanierung, die Verbesserung und vor allem Modernisierung der Feuerwehrtechnik, die zügige Umsetzung der gestarteten Bauvorhaben sowie die bessere Vermarktung der vorhandenen Gewerbeflächen. Zudem wäre er daran interessiert, die Baulose künftig so kleinteilig zu gestalten, dass Selbständige aus dem Nordharz die Aufträge erhalten.

Pitz ginge es im Weiteren um ein positives Repräsentieren der neuen Gemeinde. Das müsse sich nicht nur in der Amtsstube, sondern vor allem auch nach außen zeigen. Genau deshalb will er auch in einer etwaigen neuen Position als Bürgermeister des Nordharzes den Einwohnern das Gefühl geben, ihre Anliegen künftig sehr viel zügiger zu bearbeiten. Sein Selbstverständnis wäre es, im Falle seiner Wahl als neuer Bürgermeister, als " helfende Hand " des neuen Gemeinderates zu agieren, der die Beschlüsse aktiv mit vorbereitet und letztlich auch umsetzt.

Zu seinen fünf Mitbewerbern befragt, meinte Pitz : " Wie kann denn jemand, der bisher immer gegen die Einheitsgemeinde protestiert, geklagt und verloren hat sowie sich bis heute in der Volksinitiative gegen Eingemeindungen einsetzt, hier Bürgermeister werden ? Eigentlich schließt sich das aus ", bekräftigte der Schmatzfelder.