Wernigerode / Halberstadt.

Zwei Finanzbeamte finden auf einem Acker bei Halberstadt Silbermünzen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Sie verstecken den wertvollen Schatz daraufhin im Keller des Finanzamtes. Am nächsten Morgen ist einer der Männer tot und der Schatz verschwunden. Als dann auch eine Koryphäe aus der Unterwelt mit einem Messer im Bauch gefunden wird, ist das Chaos perfekt.

So beginnt der neue Roman von Karl Anton. " Der Tod backt Brot " ist nach " Russenpistole " ( 2006 ) und " Fünf Stäbe " ( 2008 ) bereits der dritte Harzkrimi des Schriftstellers und Malers. Wie schon in den beiden Büchern zuvor schaltet sich wieder der pensionierte Kriminalist Otto Schneider in die Ermittlungen der Polizei ein.

Lässt diese Romanfigur den Schriftsteller nicht in Ruhe ? " Das ist eine komische Sache mit fiktiven Personen ", sagt Anton. " Man kommt einfach nicht von ihnen los. " Manchmal sei es ihm sogar so, als stehe Otto Schneider nachts bei ihm im Schlafzimmer und rüttele an seinem Bett. " Die Geschichten entstehen dann bei mir im Kopf, ich stehe auf und schreibe sie nieder. "

Und was ist das Besondere an seinen Krimis ? " Otto Schneider löst seine Fälle auf fast nostalgische Art ", erklärt Anton, der seine Geschichten in den 90-er Jahren spielen lässt. " Ohne Handys und ohne technischen Schnickschnack, ganz anders als man es heutzutage durch James Bond und Jason Bourne gewöhnt ist. " Außerdem wolle er zeigen, dass Kriminalität nichts Exotisches, sondern etwas ganz Alltägliches ist. " Jeder kann zum Mörder werden, es kommt nur auf Ort, Zeit und Begleitumstände an ", sagt er. Und er weiß es genau, arbeitete er doch vor seiner Karriere als Schriftsteller und Künstler 30 Jahre lang als Gefängnisdirektor in Halberstadt.

Wer neugierig auf " Der Tod backt Brot " geworden ist, kann Karl Anton bei der Finissage seiner aktuellen Ausstellung in der Wernigeröder Rektoratsvilla in einer Lesung erleben. Termin : 27. Januar um 19 Uhr. Wer nicht so lange warten möchte : Karl Anton stellt sein Buch bereits am Dienstag, 8. Dezember, um 19 Uhr im Keller der Heinrich-Heine-Bibliothek Halberstadt vor.