Wernigerode. Am Oberpfarrkirchhof, dem Gründungshügel von Wernigerode, hat die Junge Gemeinde ihr Domizil. Und mitten auf dem Hof ein wertvolles Schmuckstück. Die Rede ist von dem Gartenhäuschen, das zwischen 1654 und 1660 erbaut wurde. Es diente einst als Waisenhaus und Armenschule, weiß Ulrich Poser. Der Jugendsozialarbeiter des Kirchenkreises ist froh, dass das 350 Jahre alte Gebäude so aufwändig und liebevoll restauriert wurde. Noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen, " doch es wird schon …"

Genauso wie die Gestaltung um das historische Fachwerkhäuschen, das eine Aufwertung verdient hat. Um jedoch nichts dem Zufall zu überlassen, oder wie Ulrich Poser sagte, " nicht laienhaft zu Werke zu gehen ", hat sich der Verein für eine Teilnahme bei " Höfe halten Hof " entschieden. Bei dieser Gemeinschaftsaktion von Harzsparkasse, Volksstimme, Förderverein Bürgerpark und Wernigeröder Stadtverwaltung bekommen die Bewerber kostenlos fachlichen Rat und Tipps für die Umsetzung ihrer Ideen oder gar gänzlich Anregungen für die Bepfl anzung.

" Der Hof soll wieder eine Parkgestaltung erhalten ", sagte sich Ulrich Poser. Das konnten sich die Experten und Jurymitglieder Frank Schmidt und Frank Schröder auch " gut vorstellen ", zumal noch Konturen der früheren Gestaltung im Stil eines kleinen englischen Gartens gut zu erkennen waren. Als vordringliche

Aufgabe empfahlen sie, den Weg wieder anzulegen und die Baumreihen zu lichten. Außerdem

sollten Buchsbäumchen und andere Büsche sowie Rankengewächse und vor allen der schöne Rosenstock fachgerecht gestutzt werden. Der Gartenamtschef Frank Schmidt : " Wird das ganze Grün besser in Form gehalten, kommen auch viel mehr wieder die schmucken alten Fachwerkgebäude zur Geltung. " An den durch die Zaunreparatur kahl gewordenen Rändern, ergänzte Frank Schröder, sollte wieder etwas hingepflanzt werden. " Zum Beispiel Obstbäume oder Beerensträucher. "

All diese Anregungen gefi elen Ulrich Poser. " Ich schätze, sie kommen auch sehr gut bei den Jugendlichen an. " Sie sind es nämlich, die das Areal in ihrer Freizeit gern nutzen, sich dort ausprobieren, ob im Bandraum mit Musik, in der Kreativecke mit Kunst oder " nun auf dem Hof als Hobbygärtner ".