Vor 14 Jahren hatte sich Pfarrer Frieder Anacker in der damaligen St. Sylvestri-Gemeinde vorgestellt. Gestern verabschiedete er sich, um eine neue Aufgabe in Drübeck zu übernehmen. Vertreter der Kirche, Stadt und Gemeinde bedankten sich bei ihm.

Wernigerode. Viel Zuspruch, Dankbarkeit und Lob erfuhr gestern Nachmittag Frieder Anacker, als er sich nach 14-jähriger Tätigkeit während eines Gottesdienstes von der evangelischen St. Sylvestri- und Liebfrauengemeinde verabschiedete. Hans-J ürgen Kant würdigte als amtierender Superintendent des Kirchenkreises Halberstadt den Gemeindepfarrer. Es folgten rund eine Stunde Gruß- und Dankesworte, mit denen auf das verdienstvolle Wirken des Pfarrers, der künftig als Studienleiter im Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck tätig sein wird, ausführlich eingegangen wurde.

Sehr emotionsvoll, verbunden mit vielen persönlichen Erinnerungen waren einige Reden. So sprach Werner Schäfer, Superintendent in Ruhe, ebenso wie der frühere Gemeindepfarrer Klaus Schäfer von gemeinsamen Wegstrecken. In Vertretung des Oberbürgermeisters erinnerte Dezernent Andreas Heinrich, dass Frieder Anacker in seiner " stillen und bescheidenen Art Anteil an der Entwicklung der Stadt genommen hat ". Pfarrer in Ruhe Max Büchting aus Iserlohn, der Wernigeröder Wurzeln hat, sprach davon, dass Frieder Anacker die Partnerschaft beider Kirchengemeinden gefördert und tatkräftig unterstützt habe. In ihren Grußworten wurde auch an die Unterstützung von Benachteiligten, die Taufen von Erwachsenen, das Engagement während der Landesgartenschau, das gewährte Kirchenasyl für von der Abschiebung bedrohte Menschen und vieles mehr erinnert. Der nun scheidende Pfarrer habe auch maßgeblich das Zusammenwachsen der Gemeinden und Kirchenvorstände von Liebfrauen und Sylvestri unterstützt.

Zu den kleinen Geschenken, die Frieder Anacker zu seinem Abschied erhielt, gehörte auch eine Fahrradtasche. Darin soll Frieder Anacker seine Unterlagen packen, wenn er künftig mit dem Fahrrad von Wernigerode zu seinem Arbeitsplatz nach Drübeck fährt.