Langsam, aber stetig wächst die neue Bundesstraße 27 in Rübeland. Gerüchte von Bauverzögerungen bis in den Winter werden als falsch zurückgewiesen. Erste Wege und Stützmauern sind fertig. Freigabetermin bleibt der 15. Oktober.

Rübeland. Die Blankenburger Straße ist quasi weg, die Gleise der Rübelandbahn liegen entblößt in der Sonne, und Bauleute sind hier und da beschäftigt. Kleine Bagger und Walzen bewegen sich präzise in dem wüstenähnlichen Areal, während Anwohner tapfer durch Kies und Sand stapfen ...

So stellt sich dem Betrachter derzeit die Goßbaustelle mitten in Rübeland dar. Seit Wochen wird unter " Vollsperrung " gebaut, müssen Reisende und vor allem auch Lkw-Fahrer den großen Umweg über die Rappbodetalsperre und die B 81 nehmen. Das führt nicht selten auf der Steige oder am Wendefurther Berg zu Staus oder zähf üssigem Verkehr. Und wozu das alles ?

Für rund eine Million Euro wird die Bundesstraße 27 auf einer Länge von etwa 600 Metern in Rübeland Ortsmitte grundhaft ausgebaut, wie Michael Schanz als Chef des Landesbaubetriebs, Niederlassung West, auf Nachfrage informiert. Und : " Der geplante Termin 15. Oktober 2009 für die Verkehrsfreigabe dieses Straßenteils ist bestätigt. "

Damit widerspricht Schanz Gerüchten, wonach die mit viel Umwegen verbundene Sperre zu einer Winterbaustelle wird. " Es gab hier und da kleinere Verzögerungen, aber insgesamt liegen wir sehr gut im Plan ", bestätigt Bauleiter Rüdiger Harig vor Ort. Er überzeugte sich mit Kollegen sowie Roland Lamm vom Elbingeröder Bauamt Elbingerode am Dienstag über den Stand der Dinge. Am Ortsausgang in Richtung Neuwerk sind der Fußweg und die Stützmauer an den Bahngleisen schon zu sehen. Die Trasse führt hier mitten durch Rübeland und war viele Jahre lang hässlich anzusehen. Beim Neubau der Stützmauer am Bahndamm beteiligen sich die Felswerke f nanziell.

Neben der neuen Blankenburger Straße entstehen auch ein kombinierter Rad- und Gehweg, neue Straßenlampen, ein Regenwasserkanal, sämtliche Hausanschlüsse, ein Bushaltstreifen und weitere Stützmauern. Denn diese sind außer am Bahngleis auch im Bereich des Freibades und am Kindergarten notwendig.