Ilsenburg / Nachterstedt. Die Bilder über die Katastrophe in Nachterstedt haben viele Volksstimme-Leser bewegt. Zu ihnen gehört auch Dieter Bartling aus Ilsenburg. " Wenige Stunden vor dem verheerenden Erdrutsch haben wir dort mit unserem Enkel gespielt und eine, aus heutiger Sicht, sehr interessante Begebenheit erlebt ", berichtet der 58-J ährige.

Einmal in der Woche unternehmen Dieter Bartling mit Ehefrau Christiane und ihrem vierjährigen Enkelsohn am Oma-Opa-Tag immer etwas Besonderes. " Diesmal war der Concordia-See unser Ziel. " Auf der Fahrt zum Abenteuerspielplatz sind die Ilsenburger genau auf der Straße und an der Siedlung von Nachterstedt entlang gefahren, wo nun nur noch ein 100 Meter tiefer Krater ist.

" Am Freitag war dort noch heile Welt ", weiß Dieter Bartling. Nachdem sich der kleine Elias auf dem Spielplatz ausgetobt hatte, genossen sie zu Dritt vom Aussichtspunkt den Blick über die Seelandschaft und erfrischten sich im Café. Auf dem steilen Abstieg zum See hinunter begegneten sie einer Frau mit einem jungen Jagdhund.

" Ich bin sehr tierfreundlich, streichelte ihn und kam mit der Frau ins Gespräch. " Dabei blieb ihm nicht unbemerkt, dass sich das Tier sehr merkwürdig benahm. Auch die Halterin bestätigte das mit den Worten : " Ich weiß man nicht, was heute mit ihm los ist. " Der Vierbeiner schien verängstigt und blickte " pausenlos zum See ", schildert der Ilsenburger und weiß nun : " Der Hund hat die Katastrophe gespürt. "

Heute, Tage danach, hat unser Volksstimme-Leser nur einen Wunsch : " Möge kein weiteres Opfer, womöglich noch ein spielendes Kind, durch einen erneuten Erdrutsch zu beklagen sein. "