Wernigerode. Echte Oldtimerfans lassen sich von Regenschauern ihre Laune nicht verderben. Begleitete die bunte Blechlawine mit den 55 alten Autos und Motorrädern nach dem Start um 9 Uhr vom Wernigeröder Marktplatz noch Sonnenschein, so war bei der Rückkehr der Himmel tiefgrau. Doch die Fahrerinnen und Fahrer strahlten dafür um die Wette, als sie gegen 15 Uhr vom Moderator André Elpel und vielen Schaulustigen vor dem historischen Rathaus bei ihrer Zielankunft herzlich begrüßt wurden.

Hinter den Teilnehmern an der 8. Rathausrallye lag die 113 Kilometer lange Ausfahrt mit originellen Aufgaben. Denn bei dieser Rallye ging es nicht, wie man es von Sportsendungen im Fernsehen kennt, um Geschwindigkeit, sondern um die Einhaltung der StVO und das Lösen von Spezialaufgaben. Dazu gehörten zum Beispiel der Keilriemenzielwurf, das Slalomfahren mit einem Trabant nach Zeit, das Erkennen von Vogelarten, die im Harz zu Hause sind, und der Geschicklichkeitstest auf dem Hupenbrett.

" Die Ideen dafür stammen fast alle aus der Feder von Vereinsmitglied Ulrich Scheffler ", verriet Heike Herre, Vorsitzende der Wernigeröder Oldtimerfreunde. Sie und ihre 38 Mitstreiter verdienten sich nicht nur für die lustigen Einlagen auf der Rallyestrecke viel Lob von den Beteiligten. Auch für die gelungene Abendveranstaltung und die Präsentation am Sonntagvormittag auf dem Marktplatz mit der Siegerehrung. In vier Kategorien wurden die Pokale vergeben. Und Riesenjubel ertönte, als mit Heinz Heinsdorf aus Drübeck der Gesamtsieger der 8. Rathausrallye bekanntgegeben wurde. Den Trostpreis für den Pechvogel bekam wie im Vorjahr Günther Meyer aus Quedlinburg. Sein BMW, Baujahr 1929, blieb erneut auf der Strecke und musste abgeschleppt werden.