Der Wernigeröder Norbert Kelch will mit Kronkorken ins " Guinnessbuch der Rekorde ". 700 000 Stück hat er schon. Ganz reicht es noch nicht. Vor allem aber braucht der 19-Jährige eine Idee für die Präsentation seines Rekordversuchs.

Wernigerode. Das kleine Gartenhäuschen hinter dem elterlichen Eigenheim platzt schon aus allen Nähten. Kartons über Kartons quetschen sich auf knapp fünf Quadratmetern. Leiter und Spaten stehen irgendwo dahinter. Unter dem kleinen Vordach türmen sich Eimer. Der Wernigeröder Norbert Kelch kann sich vor Kronkorken kaum retten.

Doch es reicht noch immer nicht für den Weltrekord. 700 000 Stück hat der 19-Jährige schon gesammelt. Den aktuellen Rekordhalter, den Dänen Poul Hoegh Poulson, mit 101 733 Korken hat er damit schon längst überholt.

Aber die Konkurrenz schläft nicht und sammelt ebenso fleißig. Eine Schule aus Hessisch-Lichtenau beispielsweise hat schon mehr als 1, 4 Millionen Stück gold-gelbe Sammelleidenschaft im Keller und will damit die Initialen der Schule darstellen.

So weit ist der 19-jährige Wernigeröder noch lange nicht, auch wenn der Platz zu Hause mittlerweile kaum noch ausreicht. " Langsam weiß ich wirklich nicht mehr wohin. " Doch das ist kein Hindernis.

Vor drei Jahren packte den angehenden Bankkaufmann das Kronkorkenfieber. " Beim Blättern im ‘ Guinnessbuch der Rekorde ‘ kam mir die Idee ", erzählt er. Neben traditionellen Sammelobjekten wie Briefmarken gibt es auch Rekorde mit so skurrilen Dingen wie menschliche Zähne. Das war dann eher doch nichts für den Wernigeröder. Also Kronkorken.

Langsam ging es los. Dann gewann die Aktion immer mehr Unterstützer hinzu. " Cafés sammeln für mich, eine Bowlingbahn und die hiesige Brauerei auch. " Doch vor allem Volksstimme-Leser verhalfen ihm zu einem großen Schritt Richtung Rekord. Seit einem Beitrag in der Harzer Volksstimme im Januar hat sich die Menge mehr als verdoppelt. " Unglaublich viele Menschen haben sich gemeldet ", erzählt er. " Ich komme mit dem Einsammeln kaum hinterher. " Dreißig Adressen stehen noch auf seiner Besucherliste, und es werden stetig mehr. Und nicht nur aus dem Harz bekommt er Anrufe und E-Mails. " Ich war vor Kurzem in München. Dort habe ich mich mit dem Oliver-Kahn-Fanclub getroffen, der mir auch Korken geschenkt hat. "

Doch ein Problem für den Rekordversuch ist noch immer nicht gelöst : Eine Idee, wie sie die hessische Schule schon hat. fehlt noch. " Ich kann die Korken nicht einfach abgeben, sondern in einer Präsentation darstellen ", erklärt er. " Ich hatte überlegt, eine Pyramide zu bauen. " Doch allein für die 700 000 Korken, die er bereits hat, benötigt er eine Fläche von 20 Quadratmetern.

Wenn Sie, liebe Volksstimme-Leser, eine Idee haben, was Norbert Kelch mit den Kronkorken anstellen soll, oder wenn Sie noch Korken für ihn haben, dann rufen Sie in der Redaktion an unter Telefon ( 0 39 43 ) 92 14 20 an oder bringen Sie diese direktvorbeibringen, Breite Straße 48 in Wernigerode. Gern können Sie Norbert Kelch auch eine E-Mail schreiben : norbert_kelch@web.de.